Do, 23. November 2017

Jahres-Vergleich

15.02.2008 19:35

Sozialausgaben fast verdoppelt

Mit automatischer Erhöhung um jährlich rund sieben Prozent und parteiübergreifender Einigkeit, dass es ein „absoluter Schwerpunkt“ sein muss, wie LH Josef Pühringer sagt, hat das oberösterreichische Sozialbudget die Pro-Kopf-Ausgaben aller anderen Bundesländer für soziale Hilfeleistungen deutlich überholt. Das zeigt eine Vergleichsstatistik über die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre.

Von 233,80 Euro im Jahr 1995 haben sich die gesamten Sozialausgaben von Land und Gemeinden bis 2005 auf 464,20 Euro pro Kopf der Bevölkerung erhöht. Nur 3,40 Euro mehr, dann hätte sich der Betrag genau verdoppelt.

Die Landesstatistiker haben ihn - und Detailzahlen über einzelne Bereiche - mit den Daten verglichen, die andere Bundesländer der Statistik Austria übermittelt haben. Demnach liegt Oberösterreich je nach Bereich zumindest unter den ersten zwei.

So wird die allgemeine Sozialhilfe von 71,70 Euro pro Kopf von der Steiermark und die Behindertenhilfe mit 122,10 Euro von Vorarlberg übertroffen. Platz eins belegt Oberösterreich mit 55 Euro für soziale Dienste, etwa mobile Hilfe, und 154,60 Euro für die Alten- und Pflegeheime, für die 1995 erst 58 Euro ausgegeben wurden.

Das Pflegegeld des Bundes wurde seither aber nur um zwei Prozent erhöht, kritisieren LH Pühringer und Sozial-Landesrat Josef Ackerl und fordern eine automatische Angleichung an die Inflation. Ackerl will noch mehr: „Ich bin sowieso für ein steuerfinanziertes Pflegesystem.“

Foto: Chris Koller

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