Fr, 24. November 2017

Krieg aus der Ferne

15.02.2008 11:56

Sensorbestückte Videobrille lenkt Kampfroboter

US-Militärs arbeiten derzeit an Methoden, um die Steuerung von unbemannten Einsatzfahrzeugen auf dem Schlachtfeld zu verbessern. "Head Aimed Remote Viewer" (HARV) nennt sich das neueste Konzept - eine Kombination aus Head-Tracking und Videobrille. Damit kann ein Einsatzfahrzeug aus der Ferne über das Schlachtfeld navigiert werden.

Das US-Unternehmen Chatten Associates hat die neue Technik der Militär-Forschungsagentur DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) vorgelegt. Dank HARV funktioniert die Steuerung eines kettenangetriebenen Roboters ebenso gut und schnell wie mit einem bemannten Fahrzeug.

Mit dem HARV steuert der Lenker das Fahrzeug über eine Videobrille, zusätzlich wird der Fahrer durch einen Sensor unterstützt, der die Bewegungen des Kopfes erfasst. Mit den Kopfbewegungen wird die auf dem Roboter montierte Videokamera gesteuert. Diese ist in drei Achsen frei beweglich und richtet seinen Fokus genau dorthin aus, wo der User hinsehen will. Mit einem Joystick kann der steuernde Soldat das Gerät bewegen.

Über 27.000 Euro für ein HARV-System
In Tests der DARPA konnte das HARV-System überzeugen. Gegenüber der Steuerung nur mithilfe eines Joysticks verbesserte sich die Zeit, die das Fahrzeug für einen Hindernisparcours benötigte, deutlich. Lediglich das bemannte Fahrzeug schaffte den Kurs noch ein wenig schneller. Die Kamera des HARV ist mit optischem sowie digitalem Zoom ausgerüstet. Im Einsatz können zudem Nachsicht- und Infrarotkameras verwendet sowie der Roboter optional mit Laserpointer sowie Stereo-Audio ausgerüstet werden. Mit dem Preis von 40.000 US-Dollar (umgerechnet 27.260 Euro) richtet sich das System derzeit noch eindeutig an militärische Abnehmer. Jedoch wäre es nicht das erste Mal, dass Militärtechnik künftig auch im zivilen Bereich einen Markt findet. (pte)

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