Mo, 20. November 2017

„Köpfezählung“

12.02.2008 19:50

Viel zu wenige Ärzte in fast allen Fächern

Beim Fachärztemangel-Gipfel am 27. Februar wird es auch um Zahlen gehen. Jene des Österreichischen Bundesinstitutes für Gesundheitswesens zeigen, dass es in fast allen Fachrichtungen zu wenige niedergelassene Mediziner in Oberösterreich gibt. Die Gebietskrankenkasse zweifelt aber am bloßen „Köpfezählen“.
Das ÖBIG gibt Richtwerte über die Verhältniszahlen zwischen Einwohner- und Ärztezahlen vor. Dabei zeigt sich, dass in Oberösterreich nur die Anzahl der Gynäkologen, Lungenfachärzte, Neurologen und (knapp) Hautärzte innerhalb der Bandbreiten dieser Soll-Zahlen liegen.


In vielen anderen Bereichen untermauern diese Zahlen aber die von LH Josef Pühringer aufgezeigte „eklatante Unterversorgung“ einiger Landbezirke zumindest indirekt. Statt „24.039 bis 30.249“ Einwohner je Augenarzt mit Kassenvertrag, so die ÖBIG-Bandbreite, sind es 36.040; statt „27.046 bis 32.759“ Einwohner pro Radiologe sind es 82.679, statt „15.207 bis 18.574“ Einwohner pro Internist sind es 40.158  und statt „49.142 bis 77.223“ Einwohner pro Psychiater sind es gar 351.386, so einige Beispiele für Oberösterreich.


Bei der Gebietskrankenkasse hält man aber wenig von solchen Zahlenvergleichen – sie müssten mit einer Reihe anderer Faktoren (zum Beispiel Öffnungszeiten der Praxen) ergänzt werden. Dort, wo es möglicherweise tatsächlich zu wenige Fachärzte in einer Region gebe, etwa im Innviertel, arbeite man an Verbesserungen, so die Kasse.


Foto: AKH Linz
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