Sa, 18. November 2017

Tarvis bis Auerbach

09.02.2008 10:24

Gas-Pipeline ins Innviertel erregt bereits Gemüter

Im benachbarten Salzburg erregen sich in betroffenen Gemeinden bereits die Gemüter, in Oberösterreich werden die zuständigen Bürgermeister erst informiert: Vom italienischen Tarvis bis ins innviertlerische Auerbach soll eine gigantische Gas-Pipeline gebaut werden. Derzeit wird die geplante Trasse aber noch diskutiert.

Baubeginn für die 260 Kilometer lange und 600 Millionen Euro teure Tauerngasleitung soll 2010 sein (Fertigstellung 2014). Ausgearbeitet wurde bisher nur ein möglicher Korridor mit einem Bewegungsspielraum von 500 Metern.

Mitarbeiter der Projekt-Gesellschaft informieren derzeit 29 betroffene Gemeinden in Salzburg, dann kommen die vier in Oberösterreich dran: Lochen, Kirchberg, Jeging und Auerbach, wo die Tauerngasleitung in Gasspeicher und bestehende Pipelines der Ferngas und nach Deutschland mündet.

„Die Pipeline wird zwei Meter tief unter der Erde verlegt - es werden bereits vor der Planung alle Gemeinden informiert und eingebunden, um Probleme schon im Vorfeld lösen zu können. Dann werden mit allen Gemeinden Einzelverträge über Trassenführung und Ablösen ausgearbeitet“, bestätigt Energie AG-Sprecher Walter Czetsch.

Bürgermeister in Salzburg äußerten aber bereits in diesem Vorfeld „Probleme mit dem Landschaftsschutz“ und befürchten „einen großen Aufstand.“

Das Ziel des Projektes von OÖ Energie AG (15%), Salzburg AG (15%), Kärntner KELAG (7,5%), Tiroler TIGAS (7,5%), RAG (10%) und deutscher E.ON Ruhrgas (45%) ist: weniger Abhängigkeit bei der Gasversorgung von Russland (derzeit 58 Prozent). In die Tauerngasleitung soll Gas eingepumpt werden, das in Norwegen verflüssigt und in Tankschiffen bis zur Adria transportiert wird.














Foto: „Krone“

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