So, 22. Oktober 2017

Vaterschaft

07.02.2008 19:55

Kuckuckskinder sind ¿Goldesel¿

Sie sind wahre „Goldesel“, die Kuckuckskinder - zumindest für manche Labors. Denn Tausende Männer, die ihre Vaterschaft anzweifeln, lassen DNA-Tests machen: im Internet-Diskont ab 80 Euro, im gerichtsmedizinischen Institut Salzburg, wo jährlich zwischen 100 und 150 Oberösterreicher Vaterschaftstests machen lassen, ab 960 Euro.

Wer im Internet nach „Vaterschaftstest“ sucht, findet auf Anhieb Dutzende Labore, die Proben-Sets an Kunden versenden. Solche Methoden lehnt man bei der Gerichtsmedizin Salzburg, die auch die oö. DNA-Tests macht, ab. „Bei uns muss jeder persönlich kommen, und alle Beteiligten, also Vater, Kind und Mutter müssen Bescheid wissen. Somit sind die Identitäten klar, und die Resultate halten auch vor Gericht“, erklärt DNA-Abteilungsleiter Prof. Franz Neuhuber.

Wenn der „Vater“ den Verdacht hat, dass er nicht der „Erzeuger“ ist, hat er in 70 Prozent der Fälle Recht. Veranlassen Mutter oder Kind - etwa für Alimenteforderungen - die Untersuchung, ist der „beklagte“ Vater auch zu 80 Prozent der biologische Papa.

„Wenn ein Mann erst nach Jahren erfährt, dass Kinder nicht von ihm sind, kann er vom richtigen Vater auch die Alimente rückwirkend einklagen. Das kommt aber selten vor“, erklärt der Linzer Familienanwalt Christian Fischer.

Symbolbild: Klemens Groh

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