So, 21. Jänner 2018

Unverschämt!

06.02.2008 11:08

Postkarte braucht 15 Jahre für 80 Kilometer

Einen wahren Fauxpas hat sich die Deutsche Post geleistet: Im Jahr 1993 schrieb eine Frau aus Deutschland in Göttingen eine Postkarte an Verwandte in Heyersum in Niedersachsen. Die Postkarte wurde damals ordnungsgemäß mit einer 60-Pfennig-Marke frankiert. Ganze 15 Jahre später erhielten die Empfänger nun endlich die verlorene Karte - die Schreiberin ist mittlerweile verstorben - es handelt sich daher sozusagen um Grüße aus dem Jenseits. Nicht genug, dass die Sendung für 80 Kilometer 15 Jahre brauchte, die Post kassierte vor der Übergabe auch noch 96 Cent Nachporto, weil die damals vorgenommene Frankierung heute nicht mehr ausreichte.

Florian Garbs, der Empfänger der Karte, musste sich die teure Schneckenpost wegen der Zustellgebühr auch noch selbst vom Postamt abholen. Das Nachporto bezahlte er anstandslos, erst zu Hause stellte er dann fest, dass er in Wahrheit eine ursprünglich korrekt frankierte Sendung in Händen hielt.

Warum die Karte so lange unterwegs war, ist unklar, sie war jedenfalls mit der richtigen Adresse beschriftet. Laut dem Pressesprecher der Deutschen Post, Jens-Uwe Hogardt, kommen Irrläufer dieser Art etwa zwei- bis dreimal im Jahr vor. Dass der Empfänger nach 15 Jahren Zustelldauer auch noch eine Nachgebühr bezahlen musste, findet Hogardt immerhin "bedauerlich".

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