Fr, 15. Dezember 2017

Im Kreuzfeuer

05.02.2008 14:56

Kritik an "DSDS" nach Kollaps eines Kandidaten

Die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) rund um Dieter Bohlen steht einmal mehr im Kreuzfeuer der Kritik. Während eines Castings in Köln brach ein 17-Jähriger vor laufenden Kameras zusammen und hyperventilierte, nachdem er von Bohlen nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst wurde. Nun ermittelt die deutsche Kommission für Jugendmedienschutz, RTL drohen bis zu 500.000 Euro Bußgeld.

„Ich glaub, wenn du in die Berge gehst und rufst, kommt kein Echo zurück. Denn auch die Berge haben Geschmack“, mit derart markigen Sprüchen kommentierte das Jury-„Ekel“ Dieter Bohlen den Auftritt des 17-jährigen Raymund R. Irgendwann wurde es dem Jugendlichen allerdings zuviel, er brach zusammen und hyperventilierte. Selbst den Zusammenbruch von Raymund kommentiert Bohlen salopp mit: „Mach nicht so eine Show jetzt!“

Bohlen gibt den Eltern die Schuld
Der Ex-„Modern Talking“-Sänger ließ dem Jugendlichen via „Bild“ am Wochenende ausrichten, dass es ihm „unheimlich leid“ tue. Er selbst wies aber die Schuld für diesen Vorfall von sich. Bohlen schiebt die Verantwortung vielmehr an die Eltern weiter: „Ich frage mich, warum ihn der Vater zu ‚DSDS’ geschickt hat? Jeder hat gemerkt, dass er nicht singen kann. Wieso hat ihm das niemand vorher gesagt? Man schickt auch keinen Nichtschwimmer in den Atlantik.“

Jugendmedienschutz ermittelt
Deutsche Medien kritisieren RTL hingegen immer heftiger dafür, gezielt „Nichttalente“ zu suchen, um diese dann fertig zu machen und im Dienste der Quote herzuzeigen. Deshalb ermittelt nun zum wiederholten Mal die Kommission für Jugendmedienschutz gegen RTL. Bereits im Vorjahr wurde eine Untersuchung eingeleitet, der Sender gelobte Besserung. Sollte nun eine Verfehlung nachgewiesen werden können, droht RTL eine Geldstrafe von bis zu 500.000 Euro.

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