Di, 21. November 2017

Meister Petz

23.01.2008 09:04

„Moritz“ braucht für Brautschau noch Sender

Teddy-Babys nicht nur im Zoo, sondern auch in freier Natur? Nach dem gestrigen „Krone“-Exklusiv-Bericht fordert der WWF den Bund und das Land auf, die Braunbären vor dem Aussterben zu retten: Atterseebär „Moritz“ (7) braucht nicht nur rasch eine Braut, sondern auch noch einen Sender, damit er vor der geplanten „Hochzeit“ im Salzkammergut geortet und gefunden werden kann.

Professor Chris Walzer von der Veterinär-Uni und WWF-Projektleiter Christoph Walder erinnern die Agrarpolitiker daran, dass die EU-Fauna-Flora-Richtlinie Österreich verpflichte, die Erhaltung bedrohter Arten zu sichern. Ein noch unveröffentlichter Bericht an die Europäische Kommission gebe nämlich den heimischen Braunbären aus eigener Kraft kaum Überlebenschancen: Denn seit 1989 sind ja bekanntlich bundesweit von 34 Jungtieren 31 verschwunden – vermutlich illegal abgeknallt worden.

Überlebt haben nur „Moritz“ im Salzkammergut, „Pauli“ im Hintergebirge und „Elsa“ im fernen Mariazell. Laut WWF wären aber hundert Bären das Wenigste, damit ihre Population überlebt. Sogar 500 Petze hätten Platz auf den 25.000 Quadratkilometern der nördlichen Kalkalpen.

 

Foto: Jack Haijes

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