So, 19. November 2017

Streit

23.01.2008 08:46

„Sheriff“ fuhr auf Motorhaube mit

Hollywoodreife Szenen spielten sich in Vöcklamarkt ab, als ein „Privatsheriff“ (65) und ein Autolenker (21) wegen eines Fahrverbots aneinandergerieten. Der Pensionist landete auf der Motorhaube und klammerte sich am Scheibenwischer fest, während der Bursch mit seinem „blinden Passagier“ an Bord noch 200 Meter zurücklegte.

„Ich hab` mir gedacht, blöd wird`s, wenn er bremst“, erzählt Anton Starzinger (65) aus Vöcklamarkt. Der Pensionist war schon länger sauer, weil Nachbarn das Fahrverbot in „seiner“ Straße missachteten. Als nun wieder ein Bursch durchfahren wollte, stellte sich Starzinger direkt vor dessen weißen Opel Kadett. Lenker René F. (21) aus Vöcklamarkt wollte links ausweichen und vorbeifahren, wobei der engagierte „Privatsheriff“ auf der Motorhaube landete.

„Ich hab mich mit der linken Hand am Scheibenwischergestänge festgehalten und gleichzeitig mit der rechten Hand versucht, mit dem Handy die Polizei anzurufen“, berichtet Starzinger. Bei der wilden Fahrt verlor er beide Hausschuhe.

Erst nach 200 Metern blieb der Bursch stehen – Starzinger rutschte runter und stellte sich nochmals vor`s Auto! Dann kam die Polizei: Die Streithähne wurden wegen Gefährdung und Nötigung angezeigt.

„Mich regt so etwas nicht auf. Ich habe schon Dickdarmkrebs und drei Bypässe am Herzen hinter mir“, meint Starzinger, der früher Judo und Boxen trainierte. „Freilich war`s eine recht wilde Geschichte. In der Nacht hab` ich dann Bauchweh gehabt, und die Knie haben geschmerzt. Aber zum Arzt bin ich nicht.“

 

Foto: Ernst Vitzthum

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