Mo, 20. November 2017

Ärzte raten Vorsicht

21.01.2008 19:29

Grippevirus: Bussis zur Begrüßung verboten

„Küssen verboten“ - das wäre doch ein nettes Motto für die nächste Tanzveranstaltung. Vernünftig wäre es auf jeden Fall, denn auf den Faschingsbällen tummeln sich gemeinsam mit den meist sehr kontaktfreudigen Besuchern auch ebensolche Viren. Die Ansteckungsgefahr ist dann im roten Bereich - 8000 Landsleute sind schon krank.

„Diese Bälle sind für uns wahnsinnig geschäftsfördernd“, schmunzelt Oskar Schweninger, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, wenn er an die vielen dicht gedrängten Körper und die überschwänglichen Begrüßungen denkt. Dann wird der Welser Arzt, der selbst eine Praxis hat, ernst: „Bis zu 30 Prozent meiner Patienten haben einen grippalen Infekt. Viele unterschätzen das relativ warme Wetter. Der Höhepunkt der Grippewelle ist jedenfalls noch lange nicht erreicht.“

Tanzveranstaltungen wegen der drohenden Ansteckungsgefahr zu meiden, findet der Arzt übertrieben. Man solle aber auf die „Bussi-Bussi-Begrüßungen“ verzichten und auch öfter mal Händewaschen gehen. Nur Leute mit Herz- und Lungenbeschwerden sollten lieber nicht das Tanzbein schwingen, denn auch die echte Grippe taucht immer öfter auf, 36 Fälle sind bisher schon gemeldet. Schweninger rät: „Impfen nutzt auch jetzt noch etwas. Jeden Tag steche ich noch ein, zwei ,Spätberufene´. Letztens lag eine ganze Familie mit Influenza flach. Nur die Großmutter war geimpft - die hat dann alle anderen gesund gepflegt.“

 

 

Foto: Martin A. Jöchl

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