Sa, 25. November 2017

Wegen Kündigungen

11.01.2008 17:13

Robbie Williams „bestreikt“ Plattenfirma EMI

Popstar Robbie Williams "bestreikt" seine Plattenfirma EMI nach einem Inhaberwechsel aus Protest gegen geplante Entlassungen und Streichungen bei den Werbeausgaben. Der Sänger ("Feel") plant, deshalb sein nächstes Album zurückzuhalten, erklärte Williams-Manager Tim Clark nach Angaben der "Times" vom Freitag.

Der neue EMI-Besitzer Guy Hands, dem das Beteiligungsunternehmen Terra Firma gehört, benehme sich wie ein "Plantagenbesitzer", wetterte Clark. Hands verstehe nichts vom Musikgeschäft und habe sich mit EMI nur den Glanz von Prominenten erkaufen wollen, während er wichtige Mitarbeiter auf die Straße setze. Williams unterstützt deshalb Protestaktionen mehrerer Stars, zu denen auch die Rockband Coldplay gehört.

Neues Album war für September geplant
Williams hat über EMI seine bisherigen Alben rund 70 Million Mal verkauft. Er soll im September ein neues Album vorlegen. Erst zu Wochenbeginn hatte er auf seiner Internet-Seite erklärt, er wolle etwas kürzer treten: "Es wird wohl in diesem Jahr kein richtiges Album geben und definitiv keine Tour. Die letzte hat mich fast umgebracht." Er wolle lediglich "einige B-Seiten für das nächste Album zunächst mal online veröffentlichen." Erst 2009 könne ein echtes neues Album folgen. Dabei war von einem Protest gegen EMI noch keine Rede gewesen.

Rigoroser Sparkurs wegen sinkender CD-Verkäufe
Der neue EMI-Eigentümer will nach eigenen Angaben bis 2012 die Ausgaben für das Marketing der Stars um 28 Millionen Pfund kappen (rund 37 Millionen Euro). 2008 sei auch ein Stellenabbau unter den weltweit 5.500 Beschäftigten wahrscheinlich, hieß es. Hands, der sich den britischen Traditionskonzern inklusive übernommener Schulden vier Milliarden Pfund kosten ließ, sieht sich angesichts rapide sinkender CD-Verkäufe zu einem rigorosen Sparkurs gezwungen.

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