Do, 18. Jänner 2018

Nicht bezahlt

11.01.2008 14:36

Telefongesellschaft kappt FBI-Abhörverbindungen

Wegen unbezahlter Rechnungen sind der US-Bundespolizei FBI mehrfach Abhörleitungen gekappt worden. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Prüfungsbericht des US-Justizministeriums hervor.

Von fast tausend Zahlungen in fünf FBI-Büros, die im Rahmen der Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung Abhöranlagen betrieben wurden, sei mehr als die Hälfte zu spät getätigt worden, ergab der Bericht. Die Telefonfirmen hätten wegen der verzögerten Zahlungen in mehreren Fällen die Abhörvorrichtungen abgestellt, was zu Verlusten von Beweismaterial geführt habe. Dies habe auch eine Ermittlung betroffen, die auf Antrag eines ausländischen Geheimdienstes durchgeführt worden sei.

Veraltetes Zahlungssystem
Ursache der Pannen ist dem Bericht zufolge ein veraltetes Zahlungssystem, bei dem Gelder für geheime Ermittlungen zur Tarnung über zwischengeschaltete, schlecht organisierte Abteilungen geflossen seien.

Die Misswirtschaft beim FBI nutzte laut dem Bericht auch eine Telekommunikations-Spezialistin aus, um gut 25.000 Dollar zu veruntreuen. Dafür war sie im Juni vor Gericht verurteilt worden. Die Prüfung dieses Falls hatte dann allgemeine Missstände zutage gebracht. FBI-Vizedirektor John Miller erklärte, das Abschalten der Abhörgeräte sei nur vorübergehend gewesen und ohne Folgen geblieben. Er kündigte aber eine baldige Überarbeitung der Zahlungssysteme seiner Behörde an.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden