Mo, 23. Oktober 2017

Silvesternacht

01.01.2008 20:44

Nach Molotow-Cocktail flogen Stinkbomben

Jetzt geht’s Radikalen an den Kragen: Das Landesamt für Terrorismusbekämpfung ermittelt bundesweit in Kurdenkreisen wegen des Brandattentats auf eine türkische Greißlerei in Linz. Dennoch gab’s in der Silvesternacht schon den nächsten Anschlag: Stinkbomben wurden in ein Türkengeschäft in Wels geworfen.
„Wir haben den türkischen und kurdischen Vereinen deutlich klar gemacht, dass es so nicht gehen kann. Diese Form der Auseinandersetzungen wird bei uns in Linz nicht toleriert“, erklärt Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl. Kriminalisten befragen alle Beteiligten an der Straßenschlacht nach einer Kurden-Demo in Linz. Zehn Stunden, nachdem in der Schubertstraße drei Kurden von Türken verprügelt und verletzt worden waren, warfen bisher unbekannte Täter um 3 Uhr früh einen Molotowcocktail in das nahegelegene türkische Lebensmittelgeschäft. Für die Ermittler mühsam: Die Kurden waren aus dem gesamten Bundesgebiet zu der Linzer Demonstration angereist, einer der drei Verletzten wohnt zum Beispiel in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz.


In der Silvesternacht kam es im Welser Stadtteil Neustadt zum nächsten Anschlag: Unbekannte Täter schlugen bei einem türkischen Lebensmittelgeschäft mit Steinen eine Fensterscheibe ein und warfen Stinkbomben in den Laden. Sämtliche Lebensmittel dürften dadurch unbrauchbar geworden sein, die Schadenshöhe ist unklar.


Foto: Hannes Markovsky
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).