Fr, 20. Oktober 2017

Pensionistin stürzte

01.01.2008 20:37

In allerletzter Minute aus eisigem Inn gerettet

Dramatische Rettung aus dem eiskalten Inn: Minuten entschieden am Neujahrstag gegen 9.30 Uhr früh in St. Florian am Inn über Leben und Tod. Vor den Augen eines Schärdinger Ehepaars war eine Pensionistin (72) beim Nordic-Walking im gefährlichen Kraftwerksbereich auf vereisten Granitsteinen ausgerutscht und in das Staubecken gestürzt. Heinz Weber (67) aus Schärding konnte die Frau mit Hilfe einer Joggerin, eines Kraftwerksmitarbeiters und eines Polizisten retten.

Der erste Tag im neuen Jahr wäre beinahe ihr letzter gewesen: Die Pensionistin Anna R. (72) aus St. Florian dürfte auf dem vereisten Gehweg nach dem Innkraftwerk Badhöring in

St. Florian am Inn ausgerutscht sein. Sie stürzte vor den Augen eines Schärdinger Ehepaares über die etwa acht Meter lange Beckenmauer mit einem Neigungswinkel von 45 Grad ins Staubecken, befand sich vollständig im Wasser, konnte sich gerade noch am betonierten, aber glitschigen Uferrand festhalten. Augenzeuge Heinz Weber (67) aus Schärding zögerte nicht und eilte trotz eigener Gefahr der verzweifelten Frau zu Hilfe, während seine Gattin mit dem Handy Alarm schlug. Eine unbekannte Joggerin reichte Weber ihre Nordic-Walking-Stöcke, damit er Anna R. an Land ziehen konnte.

Damit war der dramatische Hilfseinsatz bei minus 2 Grad aber noch nicht vorbei: Anna R. und Heinz Weber drohten in den eiskalten Innfluss zurückzurutschen.

Der Kraftwerksmitarbeiter Dieter K. warf Opfer und Helfer eine 30 Meter lange Rettungsleine mit einem Schwimmreifen zu, und Polizist Harald Wagner half, beide zu sichern, bis dann die Feuerwehr die Bergung vollendete. Die Florianijünger ließen ein Schlauchboot hinunter und zogen damit Anna R. hinauf. Sie wurde unterkühlt ins Schärdinger Spital eingeliefert.

Lebensretter Heinz Weber ist bescheiden: „Das hätte jeder andere bestimmt genauso gemacht. So etwas tut man einfach.“

Foto: PI Schärding

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