Mi, 17. Jänner 2018

Mensch oder Affe?

15.01.2008 14:40

Schimpanse "Hiasl" bleibt eine "Sache"

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) ist mit seinen Bemühungen, den Schimpansen „Hiasl“ juristisch zu einem Menschen erklären zu lassen, erneut gescheitert. Der Verein versuchte dem im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf lebenden Affen einen Sachwalter beizustellen.

Dieser Antrag war bereits auf der Ebene der Bezirks- und Landesgerichte gescheitert, nun blitzte man auch beim Obersten Gerichtshof (OGH) ab.

„Vor wesentlicher Entscheidung gedrückt“
Der Antrag sei abgelehnt worden, weil der Antragsteller nach Ansicht des OGH dazu nicht befugt sei, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des Vereins. „Die Gerichte haben sich erfolgreich davor gedrückt, zur so wesentlichen Frage Stellung zu nehmen, ob der Schimpanse eine Sache oder eine Person ist“, so Obmann Martin Balluch - und das, obwohl man vier wissenschaftliche Expertisen vorgelegt habe. Der VGT sieht das Recht auf ein faires Verfahren verletzt und will nun den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anrufen.

Monatliche Kosten in der Höhe von 5.000 Euro
"Hiasl" ist vor 25 Jahren als Baby für Forschungszwecke illegal nach Österreich geschmuggelt, am Zoll beschlagnahmt und dem Wiener Tierschutzhaus übergeben worden. Die Kosten für Verpflegung und Betreuung belaufen sich auf nicht weniger als 5.000 Euro im Monat.

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