Fr, 20. Oktober 2017

Gut gerüstet

09.08.2014 12:37

Tipps für den Kindergarten-Start ohne Tränen

Die ersten Tage im Kindergarten sind oft für Eltern und Kind eine wahre Herausforderung. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, und das ist meist nicht so einfach. Nicht selten reagieren die lieben Kleinen mit endlosen Heulkonzerten und Wutanfällen, wenn es in der Früh in Richtung Kindergarten losgeht. Die Trennung von den Eltern fällt schwer - doch mit der richtigen Strategie können Sie Ihrem Kind einiges an Kummer ersparen.

Sanfte Vorbereitung
Der Einstieg in den Kindergarten sollte für Ihr Kind keinesfalls überraschend kommen. Sprechen Sie mit ihm über das Thema und besuchen Sie den Kindergarten gemeinsam. So sieht Ihr Kind, wie viel Spaß der Kindergarten macht, und kann ganz entspannt mit der neuen Umgebung vertraut werden.

Auch Bilderbücher sind eine gute Möglichkeit, Ihrem Kind das Thema näherzubringen. Erklären Sie ihm, was im Kindergarten alles passiert, was die Kinder unternehmen, was eine Kindergartentante ist usw. Damit nehmen Sie Ihrem Kind die Angst vor dem Unbekannten und es wird schon entspannter auf den ersten Tag blicken.

Der große Tag
Die Startphase sollte nach Möglichkeit in eine ruhige Zeit fallen, in der keine anderen großen Ereignisse stattfinden. Ein Wohnungsumzug, ein Jobwechsel der Eltern oder die Geburt eines zweiten Kindes wären in dieser Phase zu viel Unruhe und Umstellung, um auch noch den Einstieg in den Kindergarten gut zu verkraften. In dieser Zeit sollten Sie auch nach einem Kindergartentag nicht allzu viele aufregende Aktivitäten legen, denn auch das ist Stress für Ihr Kind. Nach vier bis sechs Wochen wird sich Ihr Kind voraussichtlich jedoch eingewöhnt haben.

Langsam loslassen
Die Eingewöhnungsphase wird von den Pädagogen im Kindergarten im Normalfall gut unterstützt. Schon bei der Einschreibung erfahren Sie, wie in Ihrem zukünftigen Kindergarten vorgegangen wird. Manche Kindergärten wollen schon vor Start immer wieder kurze Besuche des Kindes mit einem Elternteil zur sanften Eingewöhnung, andere schlagen die Anwesenheit eines Elternteils in den ersten Tagen vor. Die neuen Kinder werden in dieser Zeit genau beobachtet, genauso wie die Eltern.

Richten Sie sich nach den Empfehlungen der Pädagogen, wenn diese Ihnen sagen, Sie sollen trotz Weinen oder Protest gehen - sie haben die notwendige Erfahrung, um zu erkennen, wie viel elterliche Begleitung erforderlich ist. Denn viele Kinder weinen in den ersten zehn Minuten, doch danach ist die Welt auch ohne Mama oder Papa wieder in Ordnung. Endet die Verzweiflung nicht, wird man Sie darüber informieren und Maßnahmen vorschlagen.

Wenn Sie gehen, geben Sie Ihrem Kind gar nicht erst die Gelegenheit, sich Gedanken darüber zu machen, dass Sie nun nicht bei ihm sind. Einfach kurz und liebevoll verabschieden und dann auch konsequent gehen.

An den Kindergarten gewöhnen
Sie sollten Ihr Kind wenn möglich jeden Tag um die gleiche Zeit in den Kindergarten bringen und auch wieder abholen. Das schafft Kontinuität und stärkt das Vertrauen Ihres Kindes, dass Sie auch verlässlich wiederkommen. In der Startphase sollte Ihr Kind maximal bis Mittag im Kindergarten bleiben und optimalerweise nach dem Mittagessen abgeholt werden. Nach ein paar Wochen können Sie die Zeiten langsam ausdehnen.

Teddy als Seelentröster
Ihr Kind kann - wenn dies für die Pädagogen im Kindergarten in Ordnung ist - ein Kuscheltier von zu Hause mitnehmen, um in den ersten Tagen nicht ganz so alleine zu sein. Auch ein Kuscheltuch kann Ihrem Kind helfen, die Trennung leichter zu verwinden.

Freundschaften im Kindergarten unterstützen
Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, Freunde zu finden, und unterstützen Sie es, immer wieder Kinder aus der Gruppe zu sich nach Hause einzuladen, denn das stärkt die Freundschaft. So fühlt sich Ihr Kind bald voll integriert und freut sich auf jeden neuen Kindergartentag.

Wenn die Probleme der Eingewöhnungsphase nicht innerhalb von einigen Wochen aufhören, sollten Sie sich nach einem anderen Kindergarten umsehen oder gegebenenfalls noch ein Jahr mit dem Kindergartenstart warten. Alternative Betreuungsmöglichkeiten sind Tagesmütter, wobei jedoch ab dem fünften Lebensjahr eine Tagesmutter mit einer Kleingruppe von Kindern gewählt werden sollte. Ihr Kind muss das soziale Gefüge in einer Gruppe kennenlernen und sich darin behaupten können, um auf die Schule vorbereitet zu sein.

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