Do, 18. Jänner 2018

Anti-Raucher-Gesetz

31.08.2007 10:45

Briten machen ernst mit Schock-Aufdrucken

Schock-Bilder, die die Gefahren des Rauchens auf drastische Art und Weise vor Augen führen, müssen in Großbritannien per Gesetz ab spätestens Ende 2008 auf allen Verpackungen von Tabakprodukten zu finden sein. Die Hersteller werden mit der Umstellung schon im Oktober nächsten Jahres beginnen. Das britische Gesundheitsministerium hat 15 verschiedene Motive (Diashow in der Infobox) bereitgestellt, die die Hersteller drucken müssen.

Zu den Schockbildern gehören auch Fotos von erkrankten Lungen, Herzoperationen und Babys in Brutkästen. Sie werden einen Text begleiten, der vor den Gefahren einer Herz- und Lungenerkrankung warnt. Rauchgegner begrüßten diese Initiative. Britische Rauchergruppierungen wie Forest erklärten, Tabakkonsumenten würden dadurch ungerechterweise schikaniert. Ihr Sprecher Neil Rafferty betonte, dass mit dem gleichen Argument entsprechende Motive auch auf Flaschen mit Alkohol angebracht werden sollten.

Gesundheitsminister Alan Johnson behauptet, dass Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass derartige Darstellungen Menschen beim Aufhören helfen können. „Der Großteil der Raucher will aufhören. Diese Initiative wird ihnen eine zusätzliche Hilfestellung leisten.“ Die Kampagne beginnt einen Monat, bevor das Mindestalter für das Kaufen von Zigaretten in England und Wales (Schottland unterstützt das Gesetz nicht) von 16 auf 18 Jahre angehoben wird.


Großbritannien wird nach der offiziellen Präsentation des Gesetzes und der Schock-Motive das erste Land sein, das auf allen Tabakprodukten derartige Bilder anbringt. Zigarettenpackungen mit nur schriftlichen Warnungen dürften daher nur noch bis 30. September kommenden Jahres im Handel sein. Die Minister argumentierten, dass die derzeitige Form der Warnung weniger wirksam geworden sei. Länder wie Kanada und Brasilien haben bereits Warnungen mit Bildern eingeführt.
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