Do, 18. Jänner 2018

Badeopfer gesund!

27.08.2007 18:26

Kellnerin (28) rettete bewusstlosen Bub (5)

"Ich bin nur eine Kellnerin, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort war", sagt Manuela Danzinger (28). Die Braunauerin reagierte schnell, zog den 5-jährigen Denalbek A. aus dem Erlebnisbecken des Braunauer Freibades. Der Knirps war schon bewusstlos. Jetzt lacht er schon wieder!

Mit ihrer Tochter und einer Freundin war Manuela Danzinger im Freibad Braunau. Obwohl das Bad sehr gut besucht war, reagierte nur die 28-Jährige richtig, als sie den fünfjährigen Denalbek bewusstlos im Wasser treiben sah. „Die anderen müssen gedacht haben, dass er taucht“, meint Manuela Danzinger.

Der Mutter war aber klar, dass es anders sein musste. Sie zerrte den Buben aus dem Wasser, ihre Freundin verständigte inzwischen den Bademeister und die Rettung. „Dann stürmte auch der Vater auf mich zu und schrie mich an, ob es sein Sohn wäre, der da leblos in meinen Armen liegt“, berichtet die Kellnerin. Gerührt erzählt sie, wie der Vater des Buben die Erste Hilfe übernahm.

Rasch war der Puls da. Die Rettung brachte Denalbek ins Braunauer Spital, wo er sich jetzt erholt.


„Ich habe ihn ja nur aus dem Wasser gezogen“
Bescheiden ist die Lebensretterin des kleinen Denalbek. Die 28-Jährige Manuela Danzinger aus Braunau besuchte das erste Mal in diesem Sommer mit ihrer Tochter das Braunauer Freibad. Nur weil die 6-Jährige darauf bestand, legten sich die beiden weg von ihrem gewohnten Liegeplatz ans Erlebnisbecken. Ein Zufall, der dem 5-jährigen Buben das Leben rettete.

Im Freibad war einiges los. Wie sind sie auf den Jungen aufmerksam geworden?
Da war ein Mann am Beckenrand, der starrte die ganze Zeit ins Wasser, dann ging er aber weiter. Also hab ich nachg´schaut, was denn da so interessant war und sah den Jungen im Wasser. Mir war klar, der taucht nicht. Ich bin also ins Wasser gestürmt und hab´ ihn rausgezogen. Er war kreidebleich und seine Augen waren verdreht. Im ersten Moment dachte ich, dass er bereits tot ist. Aber er hat rasch wieder geatmet.

Was ging Ihnen in diesem Moment durch den Kopf?
Man weiß einfach, dass man etwas tun muss. Da denkt man nicht lange nach. Die Gefühle setzten erst später wieder ein. Ich hab´ mich dann, nachdem die Rettung eingetroffen ist, zurückgezogen. Außerdem waren plötzlich so viele Leute da. Erst da ist mir das alles bewusst geworden und ich hab´ zu zittern begonnen. Ich habe ja selbst auch eine Tochter.




Foto: Ernst Vitzthum

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