Sa, 21. April 2018

Multimedia-Digicam

27.08.2007 17:00

Test: Sony Cyber-shot DSC-G1

Name: Sony Cyber-shot DSC-G1. Besondere Kennzeichen: Das 3,5-Zoll große Display. Die 6-Megapixel-Digicam mit dem außergewöhnlichen Design - die Linse mit Carl-Zeiss-Objektiv versteckt sich hinter dem aufklappbaren Gehäuse - bietet aber noch mehr: Die DSC-G1 ist gleichzeitig auch Videokamera und MP3-Player, Fotos können per WiFi übertragen werden. Mit erfreulichen zwei Gigabyte internem Speicher bietet die Digicam Platz für mehrere hundert JPEGs. Wäre die Navigation durchs Menü der Exoten-Kamera etwas verständlicher und würden Finger keine Abdrücke an Displays hinterlassen, sie wäre beinah perfekt...

Das mit 3,5 Zoll derzeit größte Display auf dem Digicam-Markt fällt an der Sony Cyber-shot DSC-G1 als erstes ins Auge. In geschlossenem Zustand nimmt es den gesamten Platz auf der Rückseite der Kamera ein. Das wirkt eindrucksvoll und sorgt garantiert für neidische Blicke sämtlicher Umstehender, doch behindert das riesige Display die Bedienung. Den Monitor zu säubern, weil Fingerabdrücke beim Fotografieren oder Filmen nicht zu vermeiden sind, gehört damit zu den stets wiederkehrenden Beschäftigungen von DSC-G1-Besitzern.

Riesiges 3,5-Zoll-Display
Die Display-Auflösung von maximal 921.000 Pixeln ist hingegen schlicht fantastisch, gespeicherte Fotos mit Musikuntermalung auf dem Monitor Revue passieren zu lassen, wird so zum echten und tatsächlichen Genuss. Die Bilder können auch als Miniaturen im Index-Screen-Modus und in Alben - automatisch nach Datum sortiert - angezeigt werden. Im zwei Gigabyte großen internen Speicher finden bis zu 600 JPEGs mit mittelhoher Auflösung Platz.

Video- und MP3-Funktion
Ebenso wie das brillante Display überzeugt die Videofunktion. Filme werden mit 640 mal 480 Pixeln Auflösung aufgenommen. Praktisch auch die Möglichkeit, die Digicam als MP3-Player zu benützen - die Klangqualität kann mit "echten" Musikplayern allerdings nicht mithalten.

Fotos per WiFi übertragen
Die WiFi-Funktion der Digicam ermöglicht das Übertragen von Bildern per Funk. So können DSC-G1-Benützer ihre Fotos an bis zu zwei andere G1-Kameras gleichzeitig verschicken, ebenso an andere Geräte wie PCs oder an Fernseher, die das so genannte DLNA-Protokoll (Digital Living Network Alliance) unterstützen. Bilder natürlich auch auf die "altmodische" Art per USB-Verbindung übertragen werden.

Navigation gewöhnungsbedürftig
Ein Joystick sowie Menübuttons befinden sich rechts außen am Aluminiumgehäuse. Geöffnet und auseinander geschoben wird es mittels Knopf an der Oberseite, auf der rechten Seite neben dem Display erscheinen so weitere Bedienelmente für den Zoom, die Foto/Videofunktion, Albenanzeige, Blitz und Makro sowie Selbstauslöser und Mistkübel (Papierkorb). Die Navigation in den Menüs ist allerdings gewöhnungsbedürftig - was vor allem an der verschachtelten Menüführung liegt. Daran ändern auch die integrierten Erklärungstexte meist nur wenig.

Die Bildqualität der DSC-G1 ist durchschnittlich, für den Preis - gesehen um 450 Euro, vom Hersteller empfohlener Preis: 629 Euro - jedoch nicht überragend. Schon bei ISO-Werten ab 200 lässt die Fotoqualität bei Aufnahmen in Innenräumen zu wünschen übrig, deutliches Rauschen vermiest den Digicam-Spaß. Außenaufnahmen sind dafür mehr als okay. Auch der Blitz, besonders die Hintergrundaufhellungs-Funktion, kann nicht vollständig überzeugen. Für blitzschnelle Schnappschüsse ist die DSC-G1 außerdem nur bedingt geeignet - was am Aufklappen, den etwa vier Sekunden Aufwärmphase und nicht zuletzt der geringfügigen Auslöseverzögerung liegt.

Der Benützer kann zwischen Einzelbild- und Serienaufnahme wählen. Neben der Automatik-Aufnahme kann auch im PGM- und SCN-Modus fotografiert werden, mit diversen Einstellungsmöglichkeiten - von Fokus über Weißabgleich, ISO-Werten und verschiedenen voreingestellten Szenen wie Dämmerung oder Landschaft.

Fazit: Das brillante Display der Sony Cyber-shot DSC-G1 überzeugt auf ganzer Linie, das kann man vom Rest der Digicam allerdings nicht behaupten. Trotz des Preises ist die Bildqualität nicht herausragend und mit 204 Gramm ist die Digicam nicht gerade ein Leichtgewicht. Technik-Liebhaber jedoch, die ein Multimedia-Gerät mit Video- und MP3-Funktion ihr Eigen nennen möchten, das unter Garantie unzählige Neider auf den Plan ruft, sind mit der DSC-G1 sicher gut bedient.

Bernadette Geißler

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