So, 21. Jänner 2018

Bundesliga

26.08.2007 18:52

Rapid triumphiert in Ried

Die Wiener Fußball-Clubs Rapid und Austria liegen nach der achten Runde der T-Mobile-Bundesliga mit jeweils 16 Punkten an der Tabellenspitze. Die Austrianer besiegten am Samstag daheim Altach 1:0, Rapid feierte beim SV Ried einen 3:0-Erfolg. Der bisher mit den beiden Leader-Vereinen gleichauf gewesene LASK kassierte daheim gegen Mattersburg ein 0:2 und ist nun nur noch Fünfter. Die Mattersburger sind einen Punkt zurück neue Dritte.

Meister Red Bull Salzburg verbesserte sich durch ein 3:1 bei der Champions-League-Generalprobe daheim gegen FC Wacker Innsbruck um eine Position auf Platz vier.

Rapid fügt Ried erste Heimniederlage zu
Mit dem klaren Ziel vor Augen, weiter im Spitzenfeld zu rangieren, präsentierten sich die Grün-Weißen im Innviertel vom Anpfiff an als initiativere Elf.

Nach einem flotten Beginn von beiden Seiten, in dem Rapid durch Bazina (16. Minute) und Hofmann (21. Minute/verzog knapp) zweimal die Führung am Fuß hatten, gelang Boskovic aus einem Tausendguldenschuss das 1:0. Nach einem Hofmann-Eckball übernahm der Montenegriner eine Damjanovic-Kopfballabwehr aus 20 Meter volley und jagte den Ball in die Maschen (26. Minute).

Die nun druckvolleren Rieder steckten nicht auf, gegen eine gut organisierte Rapid-Abwehr fand jedoch nur Pichorner (30. Minute), der nach einem Drechsel-Eckball mit der Ferse zur Stelle war, eine Möglichkeit auf den Ausgleich vor.

Auch in der zweiten Spielhälfte änderte sich wenig am Bild. Während die Innviertler durch Erbek (47. Minute), Salihi (59. Minute/Schuss vorbei) und Damjanovic (74./Heber von Payer entschärft) vehement auf das 1:1 drückten, wartete Rapid auf Fehler des Gegners. Kurz nach Beginn der Rapid-Viertelstunde gelang Regisseur Hofmann nach einem mustergültigen Konter die Entscheidung: Nach einem Bazina-Zuspiel versenkte der Deutsche den Ball aus 22 Meter unhaltbar für Berger im Kreuzeck (76. Minute). Der eingewechselte Bilic erzielte mit seinem ersten Ballkontakt in der 93. Minute noch das 3:0.

Arbeitssieg für Austria
Cupsieger Austria hat einen hart erkämpften, aber verdienten 1:0-(0:0)-Heimerfolg über den SCR Altach gefeiert und damit die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. Die Elf von Georg Zellhofer, der am Matchtag seinen 47. Geburtstag feierte, war anfangs spielerisch klar überlegen, außer einer Dreifach-Chance (4. Minute) durch Ertl (Kopfball), Bak und Standfest (alle Versuche abgeblockt) schaute dabei allerdings nicht viel heraus.

Die von Manfred Bender defensiv eingestellten und offensiv zunächst kaum vorhandenen Vorarlberger fanden dagegen die ersten klaren Torchancen vor. Zunächst traf Gramann (29. Minute) nach einem Eckball von Solospitze Hutwelker per Kopf die rechte Innenstange, kurze Zeit später köpfelte Chinchilla (31. Minute) eine von Hutwelker getretene Freistoßflanke völlig unbedrängt über das Tor.

Nur wenige Augenblicke nach einem Freistoß von Lasnik, der an Freund und Feind vorbei zog und erst von Altach-Keeper Michl entschärft wurde, trat der Austria-Spezialist für ruhende Bälle den Eckball zur Führung der Hausherren. Kuljic verlängerte den Lasnik-Corner per Kopf Richtung lange Ecke, wo Acimovic (55. Minute) goldrichtig stand und das Leder aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

Hutwelker (62. Minute) vergab aus einem Konter der Gäste eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Auf der anderen Seite rettete Chinchilla bei einem Schuss von Mair (74. Minute) vermeintlich auf der Linie, die TV-Bilder deuteten aber eher darauf hin, dass der Ball die Tormarkierung bereits passiert hatte. Im Finish warf Altach noch einmal alles nach vorne und Jagne vergab in der 90. Minute eine gute Chance.

Salzburg holt Rückstand auf 
Red Bull Salzburg hat am Samstag eine gelungene Generalprobe für das Entscheidungsspiel um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase hingelegt. Vier Tage vor dem Auswärtsmatch gegen Schachtjor Donezk bezwang der Meister das weiter sieglose Schlusslicht Wacker Innsbruck nach 0:1-Pausenrückstand mit 3:1.

Die Gäste gingen durch Eder überraschend in Führung (23. Minute), die klar überlegenen Mozartstädter machten aber vor 13.000 Zuschauern in der Anfangsphase der zweiten Hälfte kurzen Prozess: Lokvenc (52. Minute), Kovac (54. Minute) und Carboni (62. Minute) sorgten innerhalb von zehn Minuten für die hochverdiente Wende.

Fürs Heimspiel gegen die Tiroler zauberte Giovanni Trapattoni eine Rarität aus dem Ärmel, nämlich eine Systemänderung. Gegen die bisher bei hohen Bällen so anfälligen Gäste setzte der Italiener mit Zickler und Lokvenc auf zwei Stürmer. Der klare Auftrag lautete, über die Außenspieler Leitgeb und Vonlanthen die zwei "Leuchtturme" mit Flanken zu füttern.

Erste Niederlage für den LASK
Der LASK hat am Samstagabend die erste Heimniederlage seit dem Aufstieg in die T-Mobile Fußball-Bundesliga hinnehmen müssen. Die Linzer verloren nach drei Zu-Null-Heimsiegen in Serie in der achten Runde im Linzer Stadion gegen den SV Mattersburg mit 0:2 (0:2). Ivica Vastic mit einem unglücklichen Eigentor (8. Minute) und Ilco Naumoski (27. Minute) erzielten schon vor der Pause die Tore. Die Burgenländer verbesserten sich damit auf den dritten Platz, die Linzer sind nur noch Fünfter.

Im ersten Bundesligaduell der beiden Teams überhaupt hatten die Linzer mehr Spielanteile und bestimmten vor der Pause auch die Partie. Nachdem Klein die erste Chance im Spiel ausgelassen hatte (3. Minute), gingen die erstmals mit einer veränderten Startelf eingelaufenen Mattersburger (Naumoski für Mörz/Kovrig für Schmidt) wie aus dem Nichts in Führung. Nach einem Fuchs-Corner landete der Ball auf dem Fuß von LASK-Regisseur Vastic, der ihn von dort ins eigene Tor beförderte (8. Minute) und damit die Heim-Torsperre von Silvije Cavlina beendete.

Die Linzer ließen sich davon aber nicht beeindrucken und verstärkten ihre Offensivbemühungen. Ein Panis-Kopfball (16. Minute) ging neben, ein Dollinger-Schuss (26. Minute) über das Tor. Die Burgenländer waren demgegenüber an Effizienz nicht zu überbieten. Atan setzte sich auf der rechten Seite gegen LASK-Abwehrspieler Hoheneder durch, spielte in den Rücken der Abwehr ideal auf Naumoski, der Goalie Cavlina mit einem satten Schuss aus neun Metern keine Chance ließ (27. Minute).

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