So, 22. April 2018

Eine wahre Heldin

24.08.2007 21:08

Geisel verzichtet für andere auf Freilassung

Eine der von den Taliban in Afghanistan entführten südkoreanischen Entwicklungshelferinnen hat zugunsten einer anderen Geisel auf ihre Freilassung verzichtet.

Die Frau habe diese Entscheidung damit begründet, dass sie bereits mehr Erfahrung mit dem Leben in Afghanistan habe, sagten die beiden kürzlich freigelassenen Südkoreanerinnen dem Fernsehsender Al Jazeera in einem am Donnerstagabend ausgestrahlten Interview.

Brief an Familie
Die Taliban hätten Lee Ji Young erlaubt, dennoch einen Brief an ihre Familie zu schreiben, den die Freigelassenen mitnahmen. Darin schreibe sie, die Familie solle sich keine Sorgen um sie machen. "Bitte bleibt gesund und fühlt euch wohl", heißt es in dem Brief nach Berichten südkoreanischer Medien. 

Lee ist bereits seit Dezember 2006 in Afghanistan. Sie war Leiterin der Gruppe christlicher Entwicklungshelfer, die im Juni dieses Jahres in Afghanistan eintraf.

Die Taliban hatten die Südkoreaner am 19. Juli in ihre Gewalt gebracht. Aus der Gruppe der ursprünglich 23 Geiseln wurden zwei Männer erschossen, die beiden kranken Frauen freigelassen. Direktverhandlungen mit einer südkoreanischen Delegation waren nach mehreren Tagen ergebnislos abgebrochen worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden