So, 21. Jänner 2018

PC im Web im PC

22.08.2007 13:45

Virtueller Gratis-Desktop im Internet von "G.ho.st"

Nach Webmail, Online-Dokumentbearbeitung und Online-Festplatte war es nur eine Frage der Zeit, bis er kommt: der komplette Computer als Internet-Applikation. Unter dem klingenden Namen „G.ho.st“ macht jetzt ein Web-2.0-Startup von sich reden, das den virtuellen PC, der von der ganzen Welt aus „hochgefahren“ werden kann, gleich zum Nulltarif verschenkt.

„G.ho.st“ steht für Global Hosted Operating SysTem – der „Überall-PC“ sozusagen. Die englischsprachige Web-Applikation, bei der man sich kostenlos registrieren muss, befindet sich noch im Pre-Beta-Stadium, d.h. das System läuft zwar stabil, es sind aber noch nicht alle Funktion verfügbar.

Von einem Computer aus Kabel und Blech unterscheidet sich die „Virtual Machine“ von G.ho.st dennoch nur in wenigen Details: Es gibt keine Hardware, und man kann keine Originalsoftware wie Microsoft Office oder Adobe Photoshop installieren. Was aber nicht heißt, dass man mit den Open-Source-Programmen in G.ho.st keine Word- oder Excel-Dokumente bzw. Bilder bearbeiten könnte.

Die Benutzeroberfläche ist Windows Vista nachempfunden, es gibt Widgets wie beim Mac und die Ordnerstruktur ähnelt Ubuntu Linux. Als Speicherplatz stehen drei Gigabyte zur Verfügung. G.ho.st ist darauf ausgelegt, als virtueller Desktop Zugriff auf die elementaren Dinge des Computerlebens zu geben: E-Mail, Dokumente, Bilder, MP3s (es gibt einen integrierten Player) und Telefon/Mailkontakte sowie Bookmarks.

Neben YouTube-Direktzugriff, ein paar Games, Word- und Excel-Bearbeitung durch die integrierte Freeware Zoho und einem Widget für die Google-Suche unterstützt G.ho.st auch Googles Calendar und Docs & Spreadsheets. Natürlich funktionieren auch Web-Messenger von Yahoo und Google, sowie der Universal-Messenger Meebo, mit dem unter anderem Zugriff auf das ICQ-Netzwerk gegeben ist.

Der entscheidende Vorteil von G.ho.st ist aber, dass man die Virtual Machine auf jedem Rechner ausführen kann und dabei keine Spuren hinterlässt. Dateien, Web-History und alle temporären Dateien beim Surfen bleiben online und sind am Wirtsrechner ohne Hackerkenntnisse nicht zurückzuverfolgen. Zudem hat man beispielsweise auf einem Rechner mit eingeschränkten Benutzerrechten Zugriff auf genau die Applikationen (eben Messenger, YouTube oder die eigene MP3-Bibliothek), die man selbst (eigentlich) nicht installieren dürfte...

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