Di, 24. April 2018

Tödlicher Streit

21.08.2007 15:44

Wiener ersticht seine Frau und sich selbst

Ein seit längerem andauernder Familienstreit hat am Montagabend in einer Wohnung in Wien-Meidling ein tödliches Ende gefunden. Nach Angaben der Exekutive tötete ein 55-jähriger Mann seine um 15 Jahre jüngere Frau durch mehrere Messerstiche und rammte sich danach die Tatwaffe selbst in den Leib. Der Bluttat waren immer wieder Gewalttätigkeiten vorausgegangen, bereits vor einigen Wochen musste die Polizei eingreifen.

Gegen 21.50 Uhr kam der 54-Jährige am Montagabend in die ehemals gemeinsame Wohnung in Meidling in der Schönbrunner Straße und schlug an die Tür. Aus Angst meldeten sich seine Frau und die Kinder nicht. Marinko W. holte sich einen Sessel und schaute über ein Oberlicht in die Wohnung. Als er sah, dass seine Frau Niculina W. zu Hause war, trat er die Tür ein. Frau und Kinder begannen zu schreien.

Marinko W. schnappte sich ein Fleischermesser und stürzte sich auf seine Frau. Drei bis vier Mal stach er zu, eine tiefe Halsstichwunde war schlussendlich tödlich. Anschließend rammte sich der Mann das Messer oberhalb des Herzens selbst in die Brust. Beide starben noch in der Wohnung. Die 17-jährige Tochter, die aus einer früheren Beziehung stammte, und der gemeinsame achtjährige Sohn konnten unterdessen aus der Wohnung zu Nachbarn flüchten und die Polizei verständigen.

Nach ersten Ermittlungen dürfte der Mann seine 40-jährige Frau erstochen haben, weil sie sich von ihm trennen wollte. Im Sommer war es immer wieder zu handfesten Streitereien zwischen den beiden gekommen. Nachdem Marinko W. seine Frau abermals geschlagen hatte, wurde er per einstweiliger Verfügung der Wohnung verwiesen.

Die beiden Kinder wurden nach der schrecklichen Tat noch nicht einvernommen. Sie werden derzeit psychologisch betreut und sind bei Bekannten untergebracht. "Die Kinder sind nicht in der Lage zu reden", sagte Oberstleutnant Michael Mimra, Leiter des Kriminalkommissariats Süd, am Dienstag.

 

 

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