Fr, 19. Jänner 2018

In Südafrika gelebt

16.08.2007 18:39

Amokfahrer war wirklich Großwildjäger

Der Amokfahrer vom Linzer Stadion muss weiter in der Nervenklinik bleiben - und das ist gut so. Der unter Schizophrenie leidende Freistädter (59) hatte sich mit der Polizei durch halb Linz eine Verfolgungsjagd geliefert, bevor ihn Schüsse stoppten. Nun wurde bekannt, warum er ausrastete: Durch Scheidung und Umzug aus Südafrika ins Mühlviertel verlor der Mann jede Bodenhaftung.

Der 59-jährige gebürtige Kefermarkter war als Jugendlicher nach Südafrika ausgewandert. Dort war er wirklich als Großwildjäger tätig, führte sogar Safaris durch - was ihm die Linzer Kripobeamten bei der Einvernahme nach seiner Amokfahrt nicht glaubten und als „Nonsens“ abtaten…

Doch als seine Ehe mit einer gebürtigen Freistädterin in Südafrika zerbrach und der ausgewanderte Mühlviertler wieder in die Heimat zog, begann sein rascher Abstieg in den seelischen Abgrund. Der 59-Jährige musste schon vor zwei bis drei Jahren erstmals im Wagner-Jauregg-Spital behandelt werden. Ihm wurde der Waffenschein entzogen, und ohne die Firma seiner Frau musste er sich auch an einen weniger angenehmen Lebensstil gewöhnen.

Zuletzt dürfte der Schizophrene seine Medikamente nicht mehr genommen haben. Als seine Ex-Gattin ihn im Juli in Freistadt traf, bekam sie Gänsehaut, als er meinte: „Weißt du, eigentlich gehören wir auf ewig zusammen.“ Der seelisch Kranke forderte die Ex-Gattin auf, mit ihm eine Autofahrt zu machen, doch die verängstigte Frau weigerte sich. Eine Entscheidung, die ihr wahrscheinlich einiges erspart hat.

 

 

 

Foto: Markus Wenzel

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