So, 21. Jänner 2018

Teure Nahrung

16.08.2007 18:39

Nur Gerstensaft bleibt von Teuerungswelle verschont

Magere 1,7 Prozent mehr Pension - das stößt den 320.000 Rentnern ob der Enns sauer auf. Angesichts der Teuerungswelle bei Brot, Milch und Co. haben auch die 640.000 Arbeitnehmer Oberösterreichs wenig zu lachen. Nur der Bierpreis bleibt derzeit stabil, aber Gerstensaft ist für die Wenigsten ein Grundnahrungsmittel!

Ein oberösterreichischer Arbeitnehmer bringt pro Monat im Schnitt knapp 1300 Euro netto heim, ein Pensionist etwa 1000 Euro. Da kommen zwar Urlaubs- und Weihnachtsgeld noch dazu, doch nach Abzug von Sozialabgaben und Steuern kann sich jeder von uns weniger leisten als vor 13 Jahren. Um 1,5 Prozent sank das Real-Einkommen.

Dafür explodierten im selben Zeitraum die Preise für Grundnahrungsmittel. Einige Beispiele: Eier - plus 21 Prozent, Rindfleisch - plus 30 Prozent, Brot - plus 32 Prozent, Milch – plus 18 Prozent. Die größten Preissprünge gab´s nach dem EU-Beitritt. Allein für Milchprodukte gibt jeder oö. Haushalt 40 Euro im Jahr mehr aus. Milch und Käse werden nun noch einmal bis zu 15, Brot wird um etwa fünf Prozent teurer. Auch bei Nudeln, Obst (hier jubelt man in Oberösterreich über eine Rekordernte) und Fruchtsäften gibt´s Kostensteigerungen. Selbst Lebensmittel-Hersteller gestehen: „So einen argen Preisanstieg hat es seit 25 Jahren nicht mehr gegeben…“

 

 

Foto: Horst Einöder

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