Di, 23. Jänner 2018

Kürzere Variante

14.08.2007 18:27

Der Brenner-Basistunnel bekommt Konkurrenz

Brennerbasistunnel ade? Eine Expertenrunde rund um den Innsbrucker Architekten Michael Prachensky bietet eine weitaus billigere und auch schnellere Tunnellösung an. Sechsachsige Mammut-Loks, die Nutzung der alten Brennerstrecke und ein 14 Kilometer langer Scheiteltunnel beinhaltet das Konzept. Kosten: Zwei Milliarden Euro.

"Der Brennerbasistunnel ist Unsinn!", ist der Innsbrucker Architekt Michael Prachensky überzeugt und präsentierte Dienstag am Brennerpass sein Alternativprojekt. Die Eckpunkte: Ein um 42 Kilometer kürzerer Tunnel, der auch nur ein Drittel des Brennerbasistunnels kosten würde - nämlich zwei statt geschätzte sechs Milliarden Euro.

Weiterer Vorteil laut Prachensky: Sein Tunnel wäre auch viel früher fertig. "Baubeginn könnte schon nächstes Jahr sein. Bis zum Jahr 2015 soll dann die Strecke freigegeben sein." Zum Vergleich: Der Brennerbasistunnel wird laut Plan frühestens 2022 fertig gestellt.

Den größeren Höhenunterschied im Vergleich zum Brennertunnel will Prachensky mit 6-achsigen Mammut-Loks bewältigen. Weiters sollen die kurvigsten und steilsten Abschnitte durch Unterflurtrassen "abgekürzt" werden. Die Bahntrasse soll auch teilweise "verpackt" werden - zum Schutz der Anrainer.

"Uns ist wichtig, dass die alte Brennerstrecke genutzt wird. Und nicht parallel ein Stollen gebaut wird", erklärten Rudolf Sommerer, Karl Bernd Quiring und Univ.-Prof. Raimund Margreiter.

Kronen Zeitung (Symbolbild)

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