Di, 24. April 2018

Strafverschärfung

13.08.2007 19:39

Kinderschänder sollen an Pranger gestellt werden

Mehr als 600 Kinder unter 14 Jahren sind in Österreich pro Jahr Opfer von Sexualdelikten. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen, und das ist für Innenminister Platter Grund genug, Kinderschändern nicht nur das Handwerk zu legen, sondern sie auch für alle Zeiten per Überwachung an den Pranger zu stellen.

Zu diesem Zweck wird eine Spezialdatei für bereits straffällig gewordene Kinderschänder eingerichtet. Nunmehr sind die Details bekannt, was in dieser für die Polizei zugänglichen Kartei über vorbestrafte Kinderschänder gespeichert werden soll:

  • Der Name der mit dem Gesetz in Konflikt gekommen Person, ihr genauer Aufenthaltsort, Geburtsdatum, Foto, Fingerabdrücke, DNA, Ablauf der begangenen Tat plus Gefährdungseinschätzung.
  • Darüber hinaus soll es zu einer automatischen Verständigung der Sicherheitsbehörden bei einem Wohnortwechsel des Täters kommen.
  • Geplant ist auch eine Vernetzung mit der Jugendwohlfahrt, wodurch mögliche Verbrechen schon im Vorfeld verhindert werden sollen. Das ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn es zu Verbrechen im Familienkreis gekommen ist.

Diese strengen Überwachungsmaßnahmen gelten auch für Personen, die im Zusammenhang mit Kinderpornographie verurteilt worden sind. Grundsätzlich gilt, dass alle diese Vorbestraften keinen Beruf mehr ausüben dürfen, in dem sie mit Kindern in Kontakt kommen könnten.

Von Peter Gnam, Kronen Zeitung

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