Fr, 20. April 2018

Section Control

11.08.2007 20:46

Section Control: Keine Strafen für Ausländer

Zwei Prozent der Autofahrer sind zu schnell in den Section-Control-Abschnitten unterwegs. Innerhalb von drei Wochen wurden in Wien 4.500 Raser im Kaisermühlentunnel erwischt. Doch 2.800 fuhren ungestraft weiter - es waren Verkehrssünder aus dem Ausland. In der Steiermark ist jeder zweite Temposünder nicht aus Österreich.

Obwohl seit dem 1. Juli Verkehrssünder aus dem Ausland verfolgt werden können, kommen die meisten trotzdem ungestraft davon. „Erst wer in einem EU-Land Verkehrsgesetze übertreten hat, die eine Geldstrafe von mindestens 70 Euro nach sich ziehen, muss damit rechnen, dass ihm die Strafverfügung in seine Heimat nachgeschickt wird“, erklären die ARBÖ-Verkehrsexperten.

Die Section Control im Kaisermühlentunnel ist seit 18. Juli wieder in Betrieb. Seither erwischten die Überwachungskameras bereits mehr als 4.500 Raser. Gestraft wurden lediglich jene 1.500, die ein österreichisches Kennzeichen haben.

Steiermark: Jeder zweite Raser ist Ausländer
Ähnlich ist die Situation in der Steiermark. Dort ist seit 25. Juli eine Section-Control-Anlage im Baustellenbereich zwischen Gleisdorf und Lassnitzhöhe in Betrieb. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h. Täglich werden rund 700 Temposünder erwischt. Jeder zweite der bisher angezeigten Raser kommt aus dem Ausland.

Aber irgendwie kann man es den rasenden Fremden nicht groß ankreiden - sie wissen schließlich, dass ihnen nichts passieren kann. Wer weiß, wie sich in solcher Situation so mancher, die Geschwindigkeit liebender Österreicher verhalten würde...

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