Do, 18. Jänner 2018

Fischjagd

09.08.2007 19:32

Bissiger Hecht im See wird gnadenlos gejagt

„Ich wird´s überleben“, kann die vom Hecht gebissene Hausfrau Helga Wölflingseder (45) aus Aspach schon wieder lachen. Sie sorgt sich aber um die Kinder im Badesee Wildenau. Landesfischermeister Karl Wögerbauer sieht zwar keine Gefahr für Menschen, aber: „Der Hecht ist zu groß, er muss heraus“ - siehe auch Interview.

Helga Wölflingseder wollte eigentlich ihren Urlaub genießen, sich erholen und schwimmen gehen. Da wurde sie im Badesee Wildenau von einem Hecht gebissen. „Ich steh´ da und rede mit meiner Freundin Maria, da spür´ ich den Schmerz in der Kniekehle. Und es hat stark geblutet.“ Sie ist überzeugt: „Es sind zu viele und zu große Fische im See.“ Das sieht auch Oberösterreichs Landesfischermeister Karl Wögerbauer so: „Der Bewirtschafter muss dem ,Täter´ schon im eigenen Interesse nachstellen. Denn so ein Riesenräuber frisst Unmengen und räumt mit dem gesamten Fischbestand auf.“ Menschen, ist er sicher, werden nur „irrtümlich“ angeknabbert.

Aus dem Badesee Wildenau werden jedes Jahr etwa vier bis fünf große Hechte geholt. Die Rekordmaße bisher: 70 bis 80 Zentimeter Länge, es soll aber auch Exemplare bis zu 1,30 Meter geben. Werden die jetzt entfernt? „Wenn das so leicht wäre“, seufzt Fischer Franz Gattermaier aus Wildenau. „Dann wären sie schon lange nicht mehr drin!“ Das Problem: Hechte finden genug natürliches Futter und sind auf die toten Köderfische und Blinker der Angler nicht angewiesen. Trotzdem ist jetzt eine intensive Jagd auf die Riesenhechte im Badeteich zu erwarten, Gattermaier will dabei aber seinen Kollegen den Vortritt lassen: „Meine Spezialität sind die Karpfen, der bisher größte hatte zwölf Kilogramm.“

 

 

 

Foto: Ernst Vitzthum

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