Sa, 20. Jänner 2018

Schmerzensschreie

21.08.2007 11:21

Wenn die Festplatte aus dem letzten Loch pfeift

Ein leises Surren, fast so wie das sanfte Rauschen des Ozeans, und ein gelegentliches, kaum wahrnehmbares Kratzen - viel mehr Geräusche sollte eine Festplatte während ihrer Arbeit nicht von sich geben. Wenn doch, dann ist es meist nur mehr eine Frage der Zeit, bis sich die Festplatte und mit ihr alle Daten für immer verabschieden. Um das menschliche Gehör für solche Störungen zu sensibilisieren, hat Festplattenhersteller Hitachi jetzt "Schmerzensschreie" geschundener Harddiscs ins Netz gestellt.

Durchschnittlich mit 7.200 Umdrehungen pro Minute arbeiten aktuelle Festplatten. Zu hören bekommt man von den Lese- und Schreibvorgängen meist jedoch nicht mehr als ein leises Rauschen und Surren.

Dass Festplatten aber auch ganz anders klingen können, beweist jetzt Hersteller Hitachi, der auf der eigenen Website (siehe Infobox) Hörproben von defekten Laufwerken zur Verfügung stellt. Da gibt der für den Antrieb verantwortliche Elektromotor den Geist auf, der Schreib- und Lesekopf schrammt über die sensiblen Datenscheibe oder verhakt sich unter großem Getöse sogar gleich ganz in Letzterer. 

Wer die Fräs- und Klack-Geräusche auch bei seiner Festplatte bemerkt, muss sich auf das Schlimmste gefasst machen: den Tod der Harddisk. Um den Verlust wertvoller und wichtiger Daten zu verhindern, sollte daher so schnell wie möglich mit der Datensicherung begonnen werden. Noch besser aber ist, um auf Nummer sicher zu gehen, den Rechner auszuschalten und damit zu einem Experten zu gehen.

Es muss jedoch gar nicht erst so weit kommen: Mit kostenloser Software können Nutzer ihre Festplatte auch regelmäßig selbst auf Fehler hin untersuchen. Gratis-Tools, wie etwa der "S.M.A.R.T. Explorer" (siehe Infobox), überwachen Zuverlässigkeit und Leistung des Laufwerks. Noch bevor Hardwareprobleme zu Datenverlust führen können, schlägt die Software dann Alarm.

 

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