Di, 16. Jänner 2018

Zwei Männer tot

09.08.2007 21:51

Steiermark: Zwei tödliche Unfälle mit Güterzügen

Gleich zwei tödliche Unfälle mit Güterzügen haben sich am Donnerstag in der Steiermark ereignet. In der Früh wurde ein 44-jähriger Oststeirer auf dem Heimweg von einem Zug erfasst und getötet. Am Vormittag wurde ein Autolenker an einem unbeschrankten Bahnübergang von einer Lok erfasst, der 68-Jährige erlitt ebenfalls tödliche Verletzungen.

Donnerstag Früh wurde ein 44-jähriger Oststeirer von einem Güterzug erfasst. Der Mann aus Ludersdorf (Bezirk Weiz) dürfte neben den Geleisen auf dem Heimweg gewesen sein, wie die Exekutive mitteilte.

Auf einem kurzen Brückenstück, welches links und rechts nur eineinhalb Meter Abstand zu den Geleisen bietet, dürfte er in den Sog des Güterzuges gekommen und so unter den Zug geraten sein.

Der tödliche Unfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden an der Südbahnstrecke zwischen Gleisdorf und Ludersdorf, so die Sicherheitsdirektion Steiermark. Der Lokführer dürfte den Mann nicht bemerkt haben. Erst der Fahrer eines zweiten Zuges, von Graz kommend, sah den Mann auf den Gleisen liegen und verständigte die Einsatzkräfte.

Trotz Warnsignalen weitergefahren: Autofahrer tot
Donnerstag gegen 10.20 Uhr wollte ein 68-jähriger Pensionist aus dem Bezirk Judenburg mit dem Auto einen unbeschrankten Bahnübergang in Wasendorf überqueren.

Der Mann war mit seinem Pkw allein von Dietrichsdorf in Richtung Wasendorf unterwegs. Als er dabei einen nur durch eine Stopptafel gesicherten Bahnübergang überqueren wollte, wurde sein Fahrzeug von einem herannahenden Güterzug der ÖBB erfasst.

Der Lokführer gab laut Polizei an, dass er gesehen habe, wie sich ein Kfz mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 40 km/h dem Bankübergang näherte. Daraufhin habe er ein Signal abgegeben und eine Vollbremsung eingeleitet. Der Pkw-Lenker sei jedoch weitergefahren.

Der Lenker war im Fahrzeug eingeklemmt worden und habe tödliche Verletzungen erlitten, so Peter Hackl vom Roten Kreuz: "Das Auto war völlig deformiert, er hatte keine Überlebenschance".

20 tödliche Bahnunfälle seit Jahresbeginn
Seit Jahresbeginn sind 20 Menschen in Österreich bei Unfällen an Bahnkreuzungen tödlich verunglückt. Die Zahl der tödlichen Unfälle dürfte 2007 noch weiter ansteigen: Im gesamten vergangenen Jahr starben insgesamt 21 Menschen an Bahnübergängen. Eine Marke, die in diesem Jahr bereits fast erreicht ist. 

"Es muss dringend etwas geschehen, so kann es nicht weitergehen", fordert ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. "Diese Vorfälle zeigen, dass Lichtsignale alleine nicht ausreichen." Die beste Lösung, so der Club, wären bauliche Über- bzw. Unterführungen durch die Bahnübergänge von der Straße getrennt werden könnten.

Symbolbild

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