Mo, 22. Jänner 2018

Attentat angedroht

08.08.2007 22:33

Terror-Alarm auf Strecke Luxemburg - Basel

Nach einer Terror-Warnung sind die Kontrollen auf der Bahnstrecke Luxemburg-Basel und im ganzen Osten Frankreichs am Mittwoch verstärkt worden. Französischen Ermittlern zufolge fahndeten die Behörden vor allem in Ostfrankreich nach vier Verdächtigen iranischer Herkunft. Dem Vernehmen nach standen diese im Verdacht, einen Anschlag geplant zu haben.

Auch Deutschland und Luxemburg hätten "angemessene Maßnahmen" eingeleitet, hieß es ohne weitere Präzisierung. Den französischen Ermittlern zufolge hatte ein "befreundeter Staat" Frankreich in der Nacht zum Mittwoch vor einem drohenden Attentat gewarnt. Die Angaben dazu hätten aus einer "sicheren" Quelle gestammt und seien "ziemlich genau" gewesen. Insgesamt gibt es demnach fünf Verdächtige, die Identität der fünften Person ist jedoch nicht bekannt.

Durchsuchungen und Identitätsprüfungen
Den ganzen Mittwoch über hätten Polizisten und Beschäftigte der französischen Staatsbahn SNCF Identitätsüberprüfungen, Durchsuchungen von Reisenden und deren Gepäck sowie Patrouillen vorgenommen, sagte der Bürochef des Präfekten im elsässischen Regierungsbezirk Haut-Rhin, Daniel Herment. Bis zum Abend wurde den Ermittlern zufolge kein Verdächtiger festgenommen. Bei den Kontrollen wurde demnach auch kein Sprengsatz entdeckt. Die Eurocity-Strecke Luxemburg-Basel führt weitgehend über Lothringen und das Elsass.

"Alarmstufe Rot" seit Londoner Anschlägen
Nach Angaben der Lothringer SNCF-Regionaldirektion konnten alle Züge auf dieser Strecke trotz der verschärften Kontrollen wie üblich verkehren. Die Staatsbahn wies die Reisenden darauf hin, dass die eingeleiteten Schritte im Rahmen des französischen Anti-Terror-Plans Vigipirate erfolgten. Im Rahmen dieses Plans herrscht in Frankreich seit den Sprengstoffanschlägen des 7. Juli 2005 in London ohnehin die zweithöchste Alarmstufe Rot. Sie bedeutet in Frankreich unter anderem verschärfte Sicherheitskontrollen an Bahnhöfen und in den TGV-Hochgeschwindigkeitszügen, eine teilweise oder vollständige Sperrung des Luftraums sowie die Bildung von Trinkwasservorräten.

 

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