Do, 19. April 2018

Zeremonie in China

09.08.2007 10:43

Peking hat den Olympia- Countdown gestartet

Mit einer großen Feier haben tausende Chinesen und Sportfunktionäre am Mittwoch auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking den Countdown für die Olympischen Spiele gestartet. Um 20:00 Uhr (Ortszeit), genau ein Jahr vor Beginn der Eröffnungsfeier am 8. August 2008, begann die Zeremonie mit Tänzen, Gesängen und Ansprachen von Politikern. Den bunten Reigen führte ein Chor von Prominenten an, der auf einer von Scheinwerfern umgebenen Bühne die neue Hymne Pekings sang - ein Popsong mit dem Titel "Wir sind bereit".

Die Eröffnungszeremonie solle den "großen Enthusiasmus" der Chinesen für die Olympischen Spiele zeigen, erklärte Wu Banggu, der Parlamentspräsident und zweite Mann in der Kommunistischen Partei Chinas. "Wir wollen diese Gelegenheit wahrnehmen, um der Welt zu zeigen, dass die Menschen Chinas sich dem Erfolg der Spiele verpflichtet fühlen", sagte Wu in seiner Rede.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, erklärte, die Welt blicke mit großen Erwartungen auf China. Die Olympischen Spiele seien für Peking und das ganze Land eine hervorragende Chance, seine Geschichte und Kultur der Welt vorzustellen. Die Vorbereitungen für Peking 2008 seien in jeder Hinsicht wirklich eindrucksvoll. "Ich denke nicht, dass wir jemals Vorbereitungen in diesem Ausmaß erlebt haben", sagte Rogge.

Bilder von der Zeremonie gibt's in der Infobox!

Außer dem gern als "Vogelnest" bezeichneten Nationalstadion sollen alle 37 Wettkampfstätten bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Insgesamt werden 40 Milliarden Dollar (29,0 Mrd. Euro) für die Stadien, aber auch für den Bau von neuen U-Bahn-Linien und Hochhäusern in Peking ausgegeben.

Bitte nicht spucken
Zu den Spielen werden 550.000 Besucher aus dem Ausland und 22.000 akkreditierte Journalisten erwartet, dazu bis zu 10.000 weitere nicht akkreditierte Medienvertreter. Seit Monaten versuchen die Behörden, die Einwohner von Gewohnheiten wie dem Spucken, dem Vordrängeln in Warteschlangen und dem Wegwerfen von Abfällen abzubringen. Taxifahrer und 560.000 freiwillige Helfer wurden ermahnt, englisch zu lernen.

Wegen der starken Luftverschmutzung in Peking könnte es bei den Olympischen Spielen zur Verschiebung einzelner Wettkämpfe kommen. Das IOC ziehe die Verlegung von Terminen in Erwägung, sagte dessen Präsident Rogge am Mittwoch dem US-Sender CNN. Notwendig sei das nicht für alle Disziplinen, aber bei Ausdauersportarten sei die schlechte Luftqualität in der chinesischen Hauptstadt auf jeden Fall ein Problem. Die Regierung hat bereits Milliarden in die Schließung und Umsiedelung von Fabriken investiert, um die Luftqualität zu verbessern. Während der Spiele soll außerdem ein Fahrverbot für ein Drittel der 3,3 Millionen Autos in Peking gelten.

Protest der Exil-Tibeter
In Neu-Delhi protestierten am Mittwoch tausende Exil-Tibeter gegen die Olympischen Spiele in Peking. Bei der Kundgebung in der Nähe des indischen Parlaments forderten sie ein Ende der chinesischen Besetzung ihrer Heimat. Angesichts der Menschenrechtslage in China habe Peking kein Recht, Olympische Spiele abzuhalten, erklärten die Demonstranten. Eine Protestaktion an der Großen Mauer bei Peking war am Dienstag von Sicherheitskräften aufgelöst worden, mehrere Demonstranten wurden zeitweise festgenommen.

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