Mi, 24. Jänner 2018

Voller Wut

07.08.2007 17:19

Sarkozy rastet aus und attackiert Fotografen

Frankreichs Präsident Sarkozy will sein Privatleben von der Öffentlichkeit abschirmen – und kann schon mal ausrasten, wenn ihm Fotografen im Urlaub zu nahe treten. So passiert am Montag in USA: Er attackierte Fotografen, die er beim Knipsen erwischte.
Der Präsident entspannte sich in Badehose auf einem Boot am Winnipesaukee Lake. Er war bester Laune, winkte und lächelte Fotografen auf einem nahen Boot zu – weil er nicht wusste, dass es Fotografen sind.


Doch als er sah, dass sie ihn fotografierten, setzte er blitzartig eine böse Miene auf und gab Befehl zum Entern: Sein Boot fuhr an das der Fotografen heran, und Frankreichs Präsident sprang über die Reling zu den Fotografen. Voller Wut brüllte er sie auf französisch an und war kaum zu stoppen – "leider" verstanden die Männer kein Wort der Schimpfkanonade. Sarkozy packte auch eine der Kameras, wagte dann aber doch nicht, sie zu beschlagnahmen. Die Fotografen mussten seinen Begleitern versprechen, keine Fotos mehr zu machen.


Kritik am Luxus-Urlaub

Der Urlaub des französischen Staatspräsidenten Sarkozy in einem feudalen Luxus-Anwesen im US-Bundesstaat New Hampshire hat bereits vorher die Opposition in seiner Heimat auf den Plan gerufen. Der frühere sozialistische Agrarminister Jean Glavany forderte vom Staatschef Aufklärung darüber, wer seine Ferien bezahlt.


Die Franzosen hätten das Recht zu erfahren, wer der großzügige Spender sei, dem sich der Präsident auf die eine oder andere Weise erkenntlich zeigen müsse, forderte der frühere Landwirtschaftsminister. Auch Ex-Europaminister Pierre Moscovici wies darauf hin, dass Sarkozy "in jeder Situation und auch im Urlaub Frankreich repräsentiert".
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