Do, 18. Jänner 2018

Emissions-Anstieg:

06.08.2007 19:46

Klimageräte doppelt schädlich

Heiße Sommer haben - auch in Oberösterreich - dramatische Auswirkungen auf den Stromverbrauch: „An Hitzetagen laufen Klimageräte auf Hochtouren, fressen Strom und sorgen durch höhere CO2-Emissionen erst recht wieder für zunehmende Erderwärmung“, beschreibt Gerhard Dell vom oö. Energiesparverband.

130 Millionen Kilowattstunden Strom werden jährlich für die Gebäudekühlung in Oberösterreich verbraucht - das ist das Doppelte dessen, was das Kraftwerk Lambach produziert!

„Wenn wir weiter so umfangreich, und das oft unkontrolliert, unsere Büros und Wohnungen kühlen, steigt der Stromverbrauch bis 2010 auf mindestens 159 Millionen Kilowattstunden pro Jahr an“, sagt Horst Steinmüller, Leiter des Linzer Energieinstituts.

„Die neueste Studie vom Energieinstitut zeigt, dass bei Hitzeperioden somit auch wieder die CO2-Emissionen ansteigen - daher müssen die Oberösterreicher wachgerüttelt werden und sich aktiv an alternativen Kühl-Maßnahmen beteiligen“, so der grüne Landesrat Rudi Anschober: „Ändern wir nichts an den Gewohnheiten des Stromverbrauchs, steigt bis 2010 im Raum Linz die Temperatur um rund 2,5 Grad. Das bedeutet, wir kühlen dann noch mehr und erzeugen so wiederum mehr CO2-Emissionen.“

Dabei kann man auch ohne die „Energiefresser“ die Räume kühlen...



Interview des Tages:

 „Lüften und Rollos kühlen energielos“
Der Linzer Horst Steinmüller ist Leiter des Energieinstituts an der Johannes-Kepler-Uni.
Er rät vom Kauf billiger Klimageräte ab.

Bei einem so heißen Sommer wie heuer steigt der Stromverbrauch an…
Das Problem ist, dass die Leute, wenn es ihnen zu heiß ist, zu schnell Klimaanlagen kaufen und dann meist die billigsten nehmen. Leider sind das totale Energiefresser! Wenn man schon ein Kühlgerät kauft, dann bitte nur die der als stromsparend gekennzeichneten A-Klasse.

Gibt es Alternativen zur klassischen Klimaanlage?
Klar! Das richtige Lüften in den Morgen- und Abendstunden bringt kühle, frische Luft ganz ohne Energieaufwand ins Haus. Auch außen liegende Rollos und Schattenspender aus Holz im Garten kühlen auf natürliche Weise.

Wie können die Oberösterreicher langfristig einen kühlen Kopf bewahren?
Ganz einfach, indem sie schon vor dem Hausbau an die richtige Ausrichtung der Räume und an eine gut isolierte Wärme-Dämmung denken.

Mögen Sie persönlich es auch lieber kühl?
Ich bin ein Sonnenkind und mag es heiß!













Foto: Chris Koller

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