Do, 19. April 2018

Mamma mia!

09.08.2007 13:00

Italien greift im Straßenverkehr durch

In Italien ist ein Dekret zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Kraft getreten. Eckpfeiler sind schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung von Alkohol und Drogen am Steuer. Strafen bis zu 6.000 Euro sind für Autofahrer vorgesehen, die sich betrunken oder im Drogenrausch ans Lenkrad setzen, bis zu 7.000 Euro soll zu schnelles Fahren kosten.

Wer die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit um 40 bis 60 km/h übertrifft, zahlt 370 bis 1.458 Euro. Hinzu kommt der Entzug des Führerscheins für drei bis sechs Monate (bisher: ein bis drei Monate). "Auch Ausländern wird der Führerschein von der italienischen Polizei entzogen. Das Dokument wird anschließend nach Österreich geschickt, wo man wieder fahren darf", so Neubauer. In Italien selber darf man während dieser drei bis sechs Monate aber nicht fahren. Wer das Tempolimit gleich um 60 km/h überschreitet, zahlt zwischen 500 und 2.000 Euro. Der Führerschein wird ein halbes bis ganzes Jahr entzogen. Bei mehr als 60 km/h zu viel erhöht sich die Strafe auf 7.000 Euro.

Telefonieren wird drastisch teurer
Wer ohne Freisprechanlage beim Telefonieren mit dem Handy erwischt wird, zahlt 148 bis 594 Euro (bisher 70 bis 285) und bekommt nach wie vor fünf Schlechtpunkte abgezogen. Wer sich innerhalb von zwei Jahren mit diesem Delikt zweimal erwischen lässt, verliert für ein bis drei Monate den Führerschein. 

Gefängnis für 0,51 Promille
Wer hinter dem Steuer mit einem Alkoholisierungsgrad zwischen 0,5 und 0,8 Promille aufgehalten wird, zahlt 500 bis 2.000 Euro und muss eine Haftstrafe von bis zu einem Monat absitzen. Darüber hinaus wird der Führerschein drei bis sechs Monate entzogen. Liegt die Alkoholisierung zwischen 0,8 und 1,5 Promille, sind es 800 bis 3.200 Euro und Gefängnisstrafen bis zu drei Monaten. Der Führerschein ist 6 bis 12 Monate futsch. Wer über 1,5 Promille intus hat, muss 1.500 bis 6.000 Euro Strafe zahlen und bis zu einem halben Jahr einsitzen. Der Führerschein ist für ein bis zwei Jahre weg.

Besonders hart trifft es Führerscheinneulinge: Für sie genügen 0,2 Promille, um als betrunken zu gelten. Teuer wird es auch für Kfz-Lenker, die den Alko-Test verweigern: Geldstrafen von 5.000 bis 20.000 Euro sind vorgesehen, bei einem Unfall sogar 6.000 bis 24.000 Euro, außerdem Führerscheinentzug bis zu zwei Jahren und Stilllegung des Fahrzeuges für sechs Monate.

Alkoholkontrollen auch für Bootsfahrer
Künftig sollen auch Alkohol- und Drogentests für Motorboots- und Schifffahrer stattfinden. Die Küstenwache kann Bootsfahrer Alkohol- und Drogen-Kontrollen unterziehen. Fahrern, die positiv getestet werden, droht bis zu einem Jahr Haft, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero". Damit will man angesichts des zunehmenden Verkehrs im Meer Unfälle vermeiden.

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