Mo, 23. April 2018

Freizeit-Tod

06.08.2007 16:48

Immer mehr ältere Biker verunglücken tödlich

In diesem Jahr sind bereits 62 Menschen beim Motorradfahren tödlich verunglückt. Auffällig dabei ist, dass es sich bei den Opfern nicht mehr nur um die "jungen Wilden" handelt, es sind meist die älteren Biker, die bei der Ausfahrt ums Leben kommen, gab der ÖAMTC bekannt.

"Dabei muss aber genau unterschieden werden. Es handelt sich zwar um ältere Fahrer, aber keineswegs um erfahrene Biker", sagt Klaus Jurkowitsch, Motorradinstruktor des ÖAMTC. Immer mehr Menschen ab 40 entdecken das Motorrad nach Jahren der Abstinenz als spaßiges Freizeit-Sportgerät wieder, oder fangen überhaupt erst jetzt mit dem Motorradfahren an. Die Kilometerleistung ist aber in den meisten Fällen sehr gering, und damit natürlich auch die Erfahrung. "Einen ausgeprägten Verkehrssinn bekommt man erst nach mindestens fünf Jahren, und dazu sind mehr als Wochenend-Spritztouren nötig", so der ÖAMTC-Experte.

Die meisten Motorradunfälle passieren am Wochenende in den Nachmittagsstunden zwischen 14 und 18 Uhr. Nicht angepasste Geschwindigkeit und zu schnelle Kurvenfahrten sind laut ÖAMTC häufige Unfallauslöser. Aber auch die mangelnde Routine äußert sich durch Fahrfehler und falsches Reagieren in kritischen Situationen. Die besonders gefährdete Gruppe der 40- bis 44-Jährigen ist finanziell besser aufgestellt und kann sich daher auch leistungsfähigere und schnellere Motorräder leisten. Dadurch ist die mangelnde Fahrpraxis ein noch größerer Faktor.

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