Fr, 20. April 2018

Suche nach Leben

04.08.2007 15:20

US-Raumsonde "Phoenix" zum Mars gestartet

Die US-Raumsonde "Phoenix" (Bild) ist am Samstag um 11.26 Uhr MESZ mit Hilfe einer Delta-II-Trägerrakete auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) Richtung Mars gestartet. Die NASA-Sonde soll erstmals nach Lebensspuren am vereisten Nordpol unseres Nachbarplaneten suchen.

Wenn weiter alles planmäßig verläuft, wird die Sonde Ende Mai kommenden Jahres auf dem Mars landen. In den drei folgenden Monaten während des Marsfrühlings und -sommers soll sie dann mit ihrem Roboterarm im Permafrostboden graben. Das gesamte Forschungsprojekt kostet 420 Millionen Dollar (knapp 310 Millionen Euro). Der Name der Sonde ist vom mythischen Vogel Phoenix abgeleitet, der aus seiner Asche aufersteht.

Der NASA zufolge wird "Phoenix" unter anderem untersuchen, ob das Eis nahe der Marsoberfläche regelmäßig schmilzt. Damit würde es einen Lebensraum für Mikroorganismen geben. Bisher sei zudem unbekannt, ob der vereiste Boden an der Landestelle nur wenige Zentimeter oder möglicherweise mehr als einen halben Meter dick sei.

Suche nach Lebensspuren im Eis
Mit den Geräten der Sonde kann laut NASA organisches Material im Boden nachgewiesen werden. Darüber hinaus soll das Wasser des Planeten auf seine chemische Zusammensetzung untersucht werden. Die Wissenschaftler erhoffen sich unter anderem weitere Aufklärung darüber, warum aus dem einst feuchten und warmen Mars ein kalter Planet mit vereisten Polarkappen wurde.

Ursprünglich sollte die Sonde schon 2001 im Rahmen des Mars-Surveyor-Programmes zum Einsatz kommen. Die Reise wurde dann aber gestrichen, nachdem 1999 der Mars-Polar-Lander in der Nähe des Südpols verloren gegangen war. Seitdem war "Phoenix" in einem Raum des Rüstungs- und Technologiekonzerns Lockheed Martin aufbewahrt und technisch weiter "aufgemöbelt" worden.

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