Mi, 25. April 2018

Hochwasser:

02.08.2007 21:08

Ruinen und Neubauten erinnern an Flut

Neubauten und Ruinen - sie stehen als Mahnmale für die Jahrhundertflut, die vor genau fünf Jahren unser Land heimsuchte. 270 oberösterreichische Familien verließen ihr Zuhause, brauchen in neuen Häusern die Wassermassen nicht mehr fürchten. Andere blicken bei jedem Gewitter noch angstvoll zum Himmel.

Die Innviertler waren die Ersten, die am 3. August 2002 von zuerst kleinräumigen Überflutungen heimgesucht wurden. Dann gingen die Himmelsschleusen nicht mehr zu - es regnete so viel, wie seit 43 Jahren nicht mehr. Am 8. August hieß es im Mühlviertel „Land unter“.

Als der erste Horror vorbei war und alle schon beim Aufräumen waren, kam die Flut zurück. Oberösterreich versank!

Nachdem das Hochwasser endlich zurückgegangen war, Zigtausende Helfer den Schlamm beseitigt hatten, wurde die nüchterne Bilanz gelegt: 1,1 Milliarden Euro Sachschaden alleine in Oberösterreich, vier Landsleute kamen in den Fluten um, 22.478 Familien stellten Hilfsanträge.

“Heute wird permanent an Katastrophenschutz-Plänen gearbeitet. Damit wir künftig Schäden abwehren können“, sagt Dr. Herbert Wimmer, Projektleiter für OÖ und Vize-Bezirkshauptmann von Perg.
In seinem Bezirk wurden Dörfer geschliffen und an ungefährdeten Orten wieder aufgebaut. Der Machlanddamm, der in den kommenden zehn Jahren gebaut wird, soll 1000 Familien schützen. 400 neue Dämme und Rückbauten von Flüssen sollen Oberösterreich sicherer machen.

Aber alle wissen: Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz  - die Gefahr zu verdrängen, wäre der größte Fehler…




Foto: Chris Koller

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