Mo, 23. April 2018

Serientäterin

02.08.2007 22:52

Reifenstecherin auf frischer Tat ertappt

Den ungewöhnlichen Machenschaften einer Altersheim-Bewohnerin in Fulpmes im Tiroler Stubaital ist die Polizei jetzt auf die Schliche gekommen. Seit Frühjahr 2006 soll die 67-Jährige reihenweise Autoreifen kaputt gestochen haben. Als "Werkzeug" dienten ihr unter anderem Injektionsspritzen. Motiv könnte späte Rache sein. Der Frau blüht eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.

Vor allem auf Angestellte des örtlichen Tourismusverbandes hatte es die Einheimische abgesehen. 25 bis 30 Mal soll sie deren Privatautos beschädigt haben. Anfänglich platzierte die Tatverdächtige Nägel und Schrauben unter den Reifen der am Parkplatz des Tourismusverbandes abgestellten Fahrzeuge, später verwendete sie auch die Nadeln ihrer Injektionsspritzen.

Auf frischer Tat ertappt
Mittwochvormittag wurde die Pensionistin dann auf frischer Tat ertappt und dabei von fotografiert. Als die Pkw-Besitzerin sie verfolgte, flüchtete sie zum Wohn- und Pflegeheim, wo sie sich in einer Toilette im Keller einsperrte. Dort versuchte sie noch, einen Nagel im WC hinunterzuspülen. In ihrer Handtasche entdeckten die verständigten Polizeibeamten etliche Nägel, Injektionsnadeln, einen Schraubenzieher und weitere "Stichwerkzeuge".

Auto des Ex-Mannes beschädigt
Außerdem dürfte sich die mutmaßliche Täterin zwischen Anfang April und Mitte Mai mehrfach mit ihrer rollbaren Gehhilfe ins benachbarte Telfes zur Wohnadresse ihres Ex-Mannes begeben haben. Dort machte sie sich ebenfalls mit einer Injektionsspritze an den Autoreifen zu schaffen und zerkratzte den Fahrzeuglack. Damit nicht genug, spritzte sie in die Schlösser der Wohnungstüre und das Briefkastenschloss Superkleber. Zu guter Letzt soll die Frau auch die Autos ihrer beiden Kinder beschädigt haben.

Frau leugnet die Taten
Die frühere Privatzimmer-Vermieterin leugnet bisher die ihr zur Last gelegten Taten. Das Motiv könnte zum Teil darin liegen, dass die Pensionistin - sie leidet auch unter Alkoholproblemen - angeblich nie Gäste vom Tourismusverband vermittelt bekam. Der Gesamtschaden machte zumindest 6.000 bis 7.000 Euro aus.

Symbolbild

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