Di, 24. April 2018

Halo-3-Event

21.08.2007 11:58

Ein Ausflug mit dem Master Chief

Am 26. September kommt mit "Halo 3" eines der heiß ersehntesten Spiele in die Läden. Nach dem öffentlichen Beta-Test über Xbox Live im Mai dieses Jahres lud Microsoft jetzt nach Amsterdam, wo die versammelte Journalistenschaft in Europa erstmals einen Blick auf die Singleplayer-Kampagne werfen konnte. Krone.at erzählt dir mehr über das Shooter-Highlight des Jahres.

Bevor jedoch selbst Hand an die Controller gelegt werden durfte, stand sportliche Ertüchtigung auf dem Programm. Auf Pampus, einer östlich von Amsterdam gelegenen Insel, wurde zum "Halo Laserwar" gebeten. Ein adrett in Springerstiefeln und Kampfhose gekleideter Sergeant Major begrüßte die rund 180 Journalisten auf die ihm recht eigene Art mit martialischem Gebrüll. Hua. (Bilder siehe Infobox)

Ein glücklicherweise etwas friedlich gearteter Drill-Instructor übernahm schließlich das Briefing für das reale Multiplayer-Match in den verwinkelten Gewölben des ehemaligen Forts. Dass dieses Spiel durchaus Risiken birgt, stellte er eindrucksvoll unter Beweis, als er noch vor dem offiziellen Startschuss über eine Stiege stolperte und der Länge nach hinflog. Aua.

Unter viel Einsatz von Nebelmaschinen, Stroboskopblitzen und tösendem Sound durfte dann endlich Jagd auf ein gegnerisches Team gemacht werden. Nach 20 Minuten schweißtreibender Action der nächste Programmpunkt: Luftdruckgewehr- und Armbrustschießen auf Convenant-Pappaufsteller. Spätestens jetzt wurde klar, warum man noch vor dem Abflug unterschreiben musste, dass im Falle einer Verletzung oder gar des eigenen Ablebens Microsoft keinerlei Haftung übernimmt.

Bootsfahrt mit dem Master Chief
Unter der Musik des Halo-Themas legte am frühen Abend dann die Ocean Diva, ein stolzer Ausflugsdampfer, an der Insel an. Mit an Bord: Der Master Chief – wobei sich im weiteren Verlauf des Abends die Beweise verdichteten, dass sich möglicherweise doch nur ein gewöhnlicher Mensch unter dem Kostüm verbirgt, eventuell sogar der Sergeant Major. Die versammelten Fotografen und Kamerateams störte das allerdings wenig: Unter großem Trubel stürzten sie sich auf den Helden des Spiele-Epos, der bereitwillig posierte und die versammelte Meute schließlich mit einer zielstrebigen Handgeste dazu veranlasste, über die wackelige Gangway die Ocean Diva zu betreten.

Julia Roberts outet sich
Im Inneren des Schiffes wartete schließlich Shane Kim, Vize-Präsident der Microsoft Game Studios, auf die neugierigen Journalisten. Ganz der Geschäftsmann, stieg Kim recht zügig in die übliche Lobhudelei ein und verwies auf durchaus beachtliche Zahlen -  etwa, dass "Halo 2" zum Verkaufsstart in den ersten 24 Stunden über 125 Millionen US-Dollar einspielte. Damit schlägt das Spiel Blockbuster wie Spiderman 2, Harry Potter, Shrek oder Matrix. Ein Erfolg, an den man dieses Jahr unbedingt anknüpfen möchte.

Schwer fallen dürfte das übrigens nicht – schließlich outete sich in einem Präsentationsvideo zuvor sogar Hollywood-Aktrice Julia Roberts als Halo-Fan. Gut spiele sie allerdings nicht, so die 39-Jährige.

Altbekanntes hübsch verpackt
Nach dem Marketing folgte endlich das Wesentliche: das Spiel. Frank O’Connor, kreativer Kopf bei Bungie und Miterfinder des Halo-Universums, bot erstmals Einblicke in die Singleplayer-Kampagne. Neben einer deutlich verbesserten und wesentlich realistischer wirkenden Optik gab es allerdings nicht viel zu sehen: In Begleitung einiger Soldaten stürmte der Master Chief durch den dichten Dschungel, um sich der nervös quiekenden Grunts zu entledigen. Frenetischer wurde da schon die Ankündigung des Entwicklers aufgenommen, dass Halo 3 einen Koop-Modus für nicht ein, auch nicht zwei oder drei, sondern ganze vier Spieler bieten werde.

Popcorn-Kino mit Halo 3
Der Applaus war noch nicht ganz verhallt, da betrat Bungie-Sprecher Brian Jarrad das Podium. Er stellte den für viele zwar bereits bekannten Multiplayer-Part vor, verzückte aber mit der Theater-Funktion, die ab Ende September jedem Spieler zur Verfügung steht: Sämtliche Gefechte – sowohl Single- als auch Multiplayer – können unmittelbar nach dem Spielen Revue passiert werden lassen. In Echtzeit kann sich der Spieler mit einer Kamera frei durch den Level bewegen, zwischen den diversen Spieler-Perspektiven wechseln oder das Geschehen anhalten. Die Clips können anschließend via Xbox Live auf die Bungie-Server hochgeladen und so Freunden zugänglich gemacht werden. Vor allem Multiplayer-Fans, die gerne auch das eigene Verhalten im Match analysieren, dürften mit diesem Feature auf ihre Kosten kommen.

Mit dem Minigun auf Kollegen-Hatz
20.00 Uhr. Endlich. Nach Stunden des Wartens und Bangen um das eigene Leben (Stichwort: Schießtraining) war es schließlich soweit: Halo 3 durfte selbst getestet werden. In 30 Minuten Multiplayer-Gefecht konnten vor allem die neuen Waffen und Fahrzeuge erprobt werden. Neben Ghosts und Warthogs können Spieler künftig etwa auf eine Art Motorrad mit Schaufelrad zurückgreifen. In punkto Waffen machte vor allem der Gebrauch der Minigun Spaß: Das stationierte MG lässt sich per Tastendruck abschrauben und unter großer Kraftanstrengung durch die Landschaft zerren. Das Tempo wird zwar gedrosselt, die Wirkung für den Gegner ist aber verheerend.

Eine Jeep-Fahrt, die ist lustig, eine Jeep-Fahrt, die ist schön
Auf den Multiplayer-Test folgte die Singleplayer-Kampagne. In aus Halo-2-Tagen noch recht bekannter Manier ging es mit dem Jeep über die Lande. Die während der Präsentation noch so brillante Grafik wirkte nun allerdings etwas grobkörnig – was allerdings auch daran liegen könnte, dass die Distanz zum LCD-Screen nur knapp einen halben Meter betrug. Viel hat sich aber ohnehin nicht getan: Die meisten Monster und Fahrzeuge kennt man, die tropischen Gewächse und hügeligen Landschaften auch. Viel, so Jarrad im persönlichen Interview, habe man aber auch gar nicht verändern wollen. Halo habe schon immer einen eigenen Grafikstil gehabt und so solle es auch bleiben.

In kleinen Schritten zum Erfolg
Darin dürfte auch das Geheimnis des Erfolgs begründet liegen: "Halo 3" wird das Shooter-Genre nicht neu erfinden, durch geschickte Ergänzung des bekannten Spielprinzips um einige neue Facetten aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder für viel gute Laune vor den Konsolen sorgen. Alles Weitere dürfen Spieler dann ab dem 26. September live erleben.

Text & Fotos: Sebastian Räuchle 

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