So, 22. April 2018

Patientenbericht

28.01.2018 06:00

„Jetzt kann ich wieder normal sprechen!“

Mehrere Monate lang litt Birgit Ofner an chronischer Heiserkeit. Ein schweres Los, vor allem in ihrem Beruf als Kindergartenpädagogin. Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien wurde schließlich die Diagnose "Reinke-Ödem" gestellt. Dank logopädischer Übungen konnte ihre Stimme wieder fit gemacht werden.

"Die Kinder zusammenzurufen fiel mir schwer, singen konnte ich gar nicht mehr, eher nur krächzen", erzählt Kindergartenpädagogin Birgit Ofner offen über ihre unangenehmen Beschwerden im Frühling vergangenen Jahres. "Dafür habe ich mich damals geschämt." Da die Heiserkeit tageweise besser wurde und ihre Symptome zum Teil in die Erkältungszeit fielen, schob sie einen Arztbesuch immer weiter hinaus.

Im Juli 2017 suchte sie schließlich doch die HNO-Ambulanz im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien auf. Diagnose: Reinke-Ödem. "Dabei handelt es sich um eine gutartige Schwellung der Stimmlippen, die zu einer Beeinträchtigung beim Sprechen führt", erklärt Ass.-Prof. Dr. Thomas J. Schmal, 1. Oberarzt der Abteilung für HNO und Phoniatrie. "Die Stimme wird tiefer und unregelmäßig. Der jeweilige Patient muss beim Reden mehr Kraft aufwenden." "Am häufigsten trifft es Menschen mit Sprechberufen und Raucher", ergänzt Logopäde Gerald Malcher-Palina.

In der Spezialambulanz untersucht der Facharzt die Schwellung. Eine Zeitlupenaufnahme der Stimmlippen (Stroboskopie) zeigt, wie diese schwingen. Auch Risikofaktoren und Leidensdruck (Wie geht es dem Patienten im Alltag mit seinem Problem?) kommen zur Sprache.

Ist das Ödem groß, muss oft operiert werden, bei Frau Ofner war jedoch kein chirurgischer Eingriff nötig. In jedem Fall wichtig ist Logopädie. Damit startete die Klosterneuburgerin Anfang September, sechs Einheiten reichten bei ihr aus. Auch daheim führte die 38-Jährige ihre Aufgaben (u. a. die Lax-Vox-Übung) durch. "Beim Lichterfest am 9.11. war meine Stimme wieder fit, ich konnte sogar mitsingen", freut sich Birgit Ofner. Anfang Dezember unterzog sie sich abschließenden Tests. Alle fielen gut aus. Heute versucht die Mutter eines Sohnes, mehr auf ihre Stimme zu achten, Redepausen einzulegen und viel zu trinken.

Mag. Monika Kotasek-Rissel, Kronen Zeitung

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