Bloggerin der Woche

"Der Zwuck und ich": Blog aus der Sicht des Kindes

Iulia (31) und ihr Sohn, den sie "der Zwuck" nennt, haben einen ganz besonderen Blog gemeinsam. Via Instagram und Facebook drehen sie das Leben von Mutter und Kind in Fotos und Beiträgen um und ermutigen so auch andere Mütter, nicht immer alles so streng zu sehen und an sich selbst zu glauben. Bereits nach einigen Monaten haben die beiden nun schon hunderte Likes und Kommentare auf ihre Beiträge. City4U sprach mit Iulia:

#1. Wann und warum hast du zu bloggen begonnen?

Wir befanden uns gerade auf Mallorca im Urlaub, als mir die Idee kam, einen Blog aus der Sicht meines acht Monate alten Babys zu starten. Bereits seit seiner Geburt habe ich laut ausgesprochen, was er sich wohl denkt und damit schon mal den ein anderen zum Lachen gebracht. Also dachte ich mir: Hey, warum nicht mehrere Menschen an meiner Gedankenwelt teilhaben lassen und mich damit gleichzeitig auch selbst etwas therapieren.

Warum therapieren?

Als Mama hat man vor allem anfangs oft Angst, Dinge falsch zu machen.Zumindest ich war im ersten Moment überfordert, im zweiten allerdings musste ich schon wieder über meine Unfähigkeit lachen. Und das ist im Endeffekt genau das was mein Sohn, der Zwuck, tut. Zum Glück gibt es aber ihn, den Zwuck, der die Situationen regelmässig rettet.

Ich drehe in meinem Blog oft den Spiess um: Er, der Zwuck, putzt mir die Zähne und schmeisst den Haushalt.

#2.Welchen Service kann ein Blogger seinen Lesern bieten, den andere Medien nicht bieten können?

Beginnen wir mal der Kommunikation: Ich stehe mit meinen Lesern in engem Kontakt, gehe auf ihre Nachrichten und Wünsche ein und zaubere ihnen mit unseren Geschichten täglich ein Lächeln ins Gesicht. Das ist so ein verdammt gutes und schönes Gefühl!

Ich versuche, ihnen nichts zu verkaufen von dem ich nicht zu 100 Prozent überzeugt bin und das ich nicht selbst davor mit dem Zwuck getestet habe. Sie können sich also auf mich als Privatperson verlassen.

#3. Was war dein größter Fehler in Bezug auf das Bloggen und was hast du daraus gelernt?

Ein Blog ist so etwas persönliches, eigenes, ich glaube nicht, dass man da von Fehlern sprechen kann. Ich habe bisher ausschliesslich nur guter Erfahrungen gemacht und bin positiv, dass es so angenehm und harmonisch weiter geht.

#4. Erzähl uns über deinen stolzesten Blog-Moment?

Da gab es bisher zum Glück schon ein paar aber der erste WOW-Moment war als ich die ersten Nachrichten von eigentlich Fremden erhalten habe in denen Sachen standen wie: "Ich muss bei jedem Text so grinsen, ich habe selten eine Seite gesehen, die das wundervolle an Kindern mit so viel Herz und Humor vermittelt"

Ein Wahnsinnsgefühl so etwas zu lesen!

Der zweite WOW-Moment war als ein Bild (der Zwuck in der Dusche, ich schiebe die Türen auf und schaue durch) viral gegangen ist. So eine Reichweite hatte ich davor noch nie und so viele Kommentare wohl auch nicht :)

#5. Was frustriert dich am meisten am Bloggen?

Es frustriert mich, dass ich mich manchmal zu sehr in das ganze hineinsteigere (so wie in alles andere. Nicht jedes Bild und nicht jeder Text können gleich gut ankommen und ich muss wohl noch lernen, es locker zu sehen, wenn mal ein Posting kein Überflieger ist, anstatt es zu Tode zu analysieren.

#6. Was und wie möchtest du im nächsten Jahr verbessern und was erwartest du dir in Zukunft von deinem Blog?

Ich will, dass alles so bleibt wie es ist und die Menschen nach wie vor Spass haben an dem was wir tun. Und wenn sich die Communiy weiterhin so schnell erweitert dann haben wir auch nichts dagegen.

#7. Verdienst du bereits Geld über deinen Blog und wie genau funktioniert das?

Am Anfang verdient man natürlich noch kein Geld, sondern bekommt Produkte zugeschickt. Im nächsten Step, in dem wir uns gerade befinden, sind finanzielle Vergütungen schon drinnen.

#8. Was waren die grundlegendsten Veränderungen in deinem Leben seitdem du bloggst?

Eigentlich hat sich fast alles verändert. Vor allem der Tagesablauf ist jetzt anders. Sobald mein Sohn schläft, sei es zu MIttag oder am Abend, beginnt für mich die Arbeit. Also ich selbst schlafe deutlich weniger als davor, bin aber auch deutlich motivierter und aufgeregter weil ich etwas tue, das mir liegt und natürlich kommt.

#9. Was war deine größte Errungenschaft außerhalb des Bloggens?

Meine grösste Errungenschaft ist eindeutig mein Sohn. Seine Geburt, ihn aufwachsen zu sehen und mich um ihn zu kümmern. Etwas tolleres und besseres hab ich bisher nicht hinbekommen. Rein beruflich gesehen bin ich stolz auf mein letztes großes Projekt als Castingleitung und Redakteurin beim Fernsehen (Austria's next Topmodel).

#10. Was würdest du jemanden raten, der auch einen Blog starten möchte?

1. Überlege dir was dir liegt und wofür du nicht nicht verstellen musst.

2. Sei authentisch: Finde einen Weg, den andere noch nicht gegangen sind.

3. Sei ehrgeizig. Bleibe dran, denn es ist verdammt viel Arbeit und es dauert sehr lange bis man tatsächlich entdeckt wird.

Name: Iulia
Alter: 31
Beruf / Studium (während dem Bloggen): Momentan in Karenz/ sonst Redaktion und Casting beim Fernsehen
Blogs, denen ich folge: mimi_und_mini, olli.hashtagt
Lieblingsort in Wien: Der Rochusmarkt und der Prater, in dieser Gegend bin ich aufgewachsen.
Nächstes Reiseziel: Es geht sehr bald auf eine ferne Insel. Mehr wird noch nicht verraten :)

Vanessa Licht
Vanessa Licht
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