Di, 24. April 2018

Messe in Alpbach

23.01.2018 15:05

Die ganze Welt der Snowboarder

Die ISPO in München ist bei der Snowboard- Industrie zweitrangig. Der Puls der Branche schlägt bei der Händlermesse in Alpbach. Nur hier zeigen sich 89 (!) Marken auf der Piste.

Dort wo normalerweise echte Bretter geschnitten werden, auf dem Gelände des Sägewerks in Inneralpbach, drehte sich von Samstag bis Dienstag alles um breite "Brettln" unter den Füßen, - sprich um Snowboards und das diverse Zubehör.

89 Marken in der Zeltstadt

Die Zeltstadt beherbergte 89 Marken ("Brands"), etwa 200 Händler und deren Mitarbeiter konnten die Boards von morgen an perfekten Tiefschnee-Tagen selbst ausprobieren. "Es sind Händler aus 15 Nationen da, das reicht vom deutschsprachigen Raum über Großbritannien und Italien bis hin zu kleinen osteuropäischen Ländern wie Estland", freute sich Muck Müller, Organisator der Messe "Shops First Try" (frei übersetzt: erster Versuch der Händler).

"Alpbach wichtiger als die ISPO in München"

Nirgendwo sonst (und das darf gerne weltweit verstanden werden) bietet die Snowboard-Industrie eine derart breite Möglichkeit, die Produkte der Zukunft gleich auch auf der Piste zu testen. Die Snowboard-Enthusiasten sind nicht nur auf der Piste (Ski Juwel) und in der Zeltstadt zu finden, auch das neue Congress Centrum bietet den perfekten Rahmen für Präsentationen. Mehrere Händler bestätigten der "Krone": "Für uns ist Alpbach zunehmend wichtiger als die ISPO in München." Und bei der ISPO handelt sich bekanntlich um die weltgrößte Sportartikelmesse.

Alte Formen kehren zurück

Welche Trends sind zu beobachten? "Splitboards, die man für den Aufstieg zweiteilen kann, sind nach wie vor gefragt", weiß Müller. Generell gehe es oft um besondere "Shapes", also die Form der Snowboards. Dabei werde oft unter dem Motto "zurück zu den Wurzeln" an Altes angeknüpft. Ein weiterer Trend ist der Komfort: Weil auch einst junge Boarder mittlerweile in die Jahre kommen, wird vermehrt mit Bindungen zum Hineinsteigen (wie bei Skiern) experimentiert. Das erspart das Bücken und das teils mühsame Festzurren der Plastikriemen.

Noboards für Surfer-Gefühle

Eine Randerscheinung mit Riesen-Spaßfaktor sind die Noboards - Snowboards ganz ohne Bindungen, die im Tiefschnee ein Gefühl wie beim Surfen auslösen. Muck Müller ist überzeugt: "Die Branche lebt. In fünf Jahren hat sich zuletzt mehr in der Entwicklung getan als in den 20 Jahren zuvor."

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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