Do, 19. April 2018

Kapfenberg

15.01.2018 16:15

Startschuss für den Bau des neuen Edelstahlwerks

Es wird eine Riesen-Baustelle: Die Voestalpine errichtet in Kapfenberg bis Ende 2021 ein neues Edelstahlwerk, es wird das bestehende Werk ersetzen. Die Vorbereitungsarbeiten laufen bereits (erste Grabungen usw.), der offizielle Spatenstich erfolgt dann am 24. April. Das Werk sichert 3000 Arbeitsplätze!

Für die Region ist die bis zu 350 Millionen Euro schwere Investition von immenser Bedeutung. Das Stahlwerk, das mit volldigitalisierten Prozessen Maßstäbe setzen will, sichert den Standort für Jahrzehnte. Da "schluckt" man auch die Unannehmlichkeiten durch die jahrelange Baustelle.

Schon Mitte Februar eröffnet in Kapfenberg das Kompetenzzentrum für Digitalisierung, dort werden unter anderem Mitarbeiter für die Anforderungen des neuen Werks umgeschult. Zudem wird die Metallpulverproduktion für 3D-Druck ausgebaut: Das in Kapfenberg produzierte Pulver wird dann in Düsseldorf (und den neuen Standorten Singapur, Taiwan und Toronto) zu fertigen Bauteilen verarbeitet.

Übrigens: Die Böhler-Tochterfirmen tragen ab sofort den Zusatz Voestalpine im Firmennamen. Sie heißen jetzt zum Bespiel Voestalpine Böhler Edelstahl oder Voestalpine Böhler Aerospace. Auch das optische Erscheinungsbild wird in den kommenden Monaten an den Markenauftritt des Mutterkonzerns angepasst.

Forschung an der Zukunft der Stahlherstellung
Insgesamt will die Voestalpine bis 2021 etwa 650 Millionen Euro an den steirischen Standorten investieren. Mitte der 2020er-Jahre könnten dann gar Milliardeninvestitionen anstehen, konkret in Leoben-Donawitz. Eine Vision des Konzerns ist die Stahlerzeugung über Wasserstoff anstelle von Kohle und Koks. In Linz wird ab Frühjahr die weltweit größte Pilotanlage zur Herstellung von sauberem Wasserstoff errichtet. Ist die Forschung erfolgreich, könnten in einigen Jahren die Standorte Linz und Donawitz umgerüstet werden.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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