Fr, 20. April 2018

Volksbefragung

14.01.2018 17:13

Nein zu großem Grazer Acker als Bauland

Die Volksbefragung in Graz-Wetzelsdorf am Sonntag ist vorbei - es ging um den Erhalt eines fünf Hektar großen Ackers und gegen eine Umwidmung in Bauland. 12.447 Wetzelsdorfer waren stimmberechtigt, 3834 gültige Stimmen wurden abgegeben. Davon stimmten 96,5 Prozent gegen die Verbauung. Wie geht es nun weiter?

Die Begehrlichkeiten sind enorm. Die 27,5 Hektar großen Ackerflächen der Landwirtschaftsschule Alt-Grottenhof in Graz-Wetzelsdorf wären als Bauland viele Millionen Euro wert. Schule und Acker gehören dem Land. Agrar-Landesrat Hans Seitinger (VP) will aktuell einmal fünf Hektar der Fläche als Bauland umwidmen lassen und verkaufen, um eine Modernisierung der Schule zu finanzieren.

Die Wetzelsdorfer sagten bei der gestrigen Volksbefragung "Nein" dazu.

Der Ausgang der Befragung ist jedoch nicht bindend für den Grazer Gemeinderat, der sich in einem Monat mit dem Befragungsergebnis beschäftigen wird. Für eine Umwidmung der Ackerfläche in Bauland wäre ohnehin eine Zweidrittelmehrheit im Gemeinderat nötig - weil Kommunisten, SP und Grüne für den Erhalt als Ackerland sind, gibt es diese Mehrheit zumindest bis nach der nächsten Graz-Wahl in vier Jahren nicht.

Und: Schon im Vorfeld haben VP-Bürgermeister Siegfried Nagl und sein FP-Vize Mario Eustacchio bekräftigt, dass sie dem Land das Grundstück abkaufen wollen (um ca. sechs Millionen Euro), um es der Landwirtschaftsschule für einen symbolischen Pacht-Euro zur Verfügung zu stellen; als Acker.

Von: Gerald Richter

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