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Keine Gebühren: Neue Plattform zum Geldwechseln

Wer kennt das Problem nicht: Man kommt aus dem Urlaub zurück und hat noch immer ein paar Scheine der Fremdwährung übrig. Sie auf der Bank umzuwechseln, zahlt sich nicht wirklich aus, da der Wechselkurs schlecht und die Zinsen hoch sind. Ein Internetportal bietet jetzt eine Lösung dafür. Die Plattform jojmoney.com funktioniert wie willhaben, nur eben ausschließlich mit Währungen - eine Wechselstube im Internet.

"Ich bin selbst ein ehemaliger Backpacker und habe aus der Not eine Tugend gemacht, indem ich anfangs über ein Reiseforum meine Restwährungen verkauft habe. Irgendwann habe ich mich dann hingesetzt und zusammen mit dem Wiener Programmierer-Urgestein Christian Sieberer jojmoney.com als Marktplatz umgesetzt", erzählt Werner Noisternigg, Gründer der Plattform, im City4U-Gespräch. Das Unternehmen ist ein klassisches Drei-Mann-Start-Up, das auch noch die Möglichkeit für Investoren bietet. Weltweit gibt es kein vergleichbares Plattform.

#Keine Gebühren

JOJ Money ist ein kosten- und gebührenfreies Portal, dass den Reisenden das Leben einfacher machen soll. "Es gibt mehrere Gründe, das Geld nicht bei der Bank zu wechseln: Zahlreiche Währungen werden dort nicht gehandelt, Münzen werden prinzipiell nicht angenommen und die Kosten sind natürlich extrem hoch", weiß Noisternigg. Auch die Vorteile von JOJ Money sind einleuchtend: Man zahlt keine Gebühren, es ist einfach zu handhaben und man kann seine Urlaubskasse aufbessern.

#Geldversand per Post

Der Maximalbetrag pro Währung der umgetauscht werden kann, beträgt 75 Euro. "Aus Erfahrung weiß ich, dass der durchschnittliche Betrag, welche Reisende mit nach Hause bringen in etwa 40 Euro beträgt", erläutert Noisternigg. Das System ist simpel: Der Verkäufer stellt seine Valuten online. Möchte man die Währung erstehen, schreibt man eine Nachricht. Nach Zahlungseingang via PayPal oder Überweisung versendet der Verkäufer dann die Valuten. Die Postgebühren trägt üblicherweise der Verkäufer. Es gilt also vor allem bei Münzen darauf zu achten, ob die Portokosten nicht den Gewinn übersteigen.

#Marmeladenglas

Die Gründe warum man überhaupt Restwährungen zu Hause hat, sind laut Noisternigg unter anderem, dass man sie in der Tasche vergessen hat, sie nicht mehr ausgeben konnte oder sie einmal als Souvenir mitgebracht. Aus dieser Überlegung stammt auch der Name der Plattform: JOJ steht für Jar of Jam, zu Deutsch Marmeladenglas. "In Zeiten von Kryptowährungen, wo die Kurse gerade eher nach unten zeigen, ist es ein Modell, bei dem die vergessenen 'echten Währungen' wieder ins Gedächtnis gerufen werden. Der Vorteil ist auch, dass diese Restwährungen, welche man vor zwei Jahren im Marmeladenglas abgelegt hat, ja eigentlich kapitaltechnisch abgeschrieben wurden. Somit können die Restwährungen nun auch wieder zu Euros gemacht werden", so der Plattform-Gründer. Eine Win-Win-Situation, dank der Wechselstube im Internet.

Jänner 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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