Sa, 20. Jänner 2018

Offene Forderungen

11.01.2018 11:23

Schlampereien in St. Michael sind abgestellt

Jahrelang hat die Gemeinde St. Michael in der Obersteiermark Gemeindeabgaben nicht mit Nachdruck eingetrieben. Im Vorjahr wurden alle Schwachstellen identifiziert und Maßnahmen zur Verbesserung gesetzt. Viele Bürger mussten Nachzahlungen leisten.

Ins Rollen gekommen ist die Sache, weil die Rückstandslisten immer länger wurden. "Also haben wir die Finanzverwaltung im Dezember 2016 neu besetzt", so Bürgermeister Karl Fadinger. Seitdem hat man umfassend überprüft, ob alle Abgaben von der Hundesteuer über Kanalgebühren bis hin zur Kommunalsteuer richtig berechnet, vorgeschrieben, eingefordert und bezahlt wurden.

Publik wurden die Fehler erst im April vorigen Jahres, als VP und KP bei der Aufsichtsbehörde des Landes Beschwerde einreichten. Die Ergebnisse der Prüfung werden demnächst erwartet. Im April 2017 betrugen die Außenstände 451.000 Euro (zwei Drittel waren aber normale, laufende Forderungen).

In persönlichen Gesprächen sahen die meisten der rund 1600 Haushalte die erforderlichen Nachzahlungen ein. Außerdem wurde Ende Mai ein parteiübergreifendes Arbeitsteam eingesetzt. Und der Gemeindevorstand beschloss ein internes Kontrollsystem, das beispielgebend für andere Gemeinden werden soll.

Heinz Weeber, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden