Fr, 20. April 2018

Wienerin schlägt zu

05.01.2018 08:54

Neben Job im Krankenhaus: Harter Kampf im Boxring

Isabella A. (30) ist eine der Führungskräfte in einem Wiener Krankenhaus und hat ein ganz besonderes Hobby: Als Ausgleich zu ihrem Job geht die Powerfrau gerne boxen. Zweimal im Jahr fährt die Wienerin auf Box-Camps und hält sich mit regelmäßigen Trainings fit! Wie es dazu kam und wieso sie Frauen das Boxen empfiehlt? City4U sprach mit Isabella:

# Seit wann boxt du?

2015 habe ich mit dem Boxen angefangen. Seit 2016 mache ich Thaiboxen und zusätzlich habe ich seit kurzem auch mit MMA begonnen.

# Wie bist du dazu gekommen?

Zuerst habe ich Fitnessboxen gemacht - nur, um eine körperliche Fitness zu bekommen und ein besseres Körpergefühl. Danach wollte ich aber richtiges Boxen lernen und bin in einen Verein gewechselt. Dann war ich 2016 das erste Mal in Thailand im Tiger Muay Thai Camp auf Phuket und habe dort gemerkt, dass mir Thaiboxen noch besser gefällt. Als ich dann wieder in Wien war, habe ich den Budosportverein gefunden, wo klassisches Muay Thai wie in Thailand , unterrichtet wird. Seitdem bin ich in diesem Verein und werde dort perfekt trainiert.

# Kämpfst du mit Männern ebenso oder nur gegen Frauen?

Sowohl als auch in Österreich. Da hier einfach noch zu wenig Frauen diesen Sport machen und ich dadurch nicht genug Trainingspartnerinnen in meiner Gewichtsklasse habe. In Thailand sind die Trainer männlich, aber die Sparringpartner ausschließlich Frauen.

# Wurdest du schon einmal nicht ernst genommen - in dem Sport (weil du eine Frau bist)?

Auf alle Fälle ist das schon mal vorgekommen. Da gerade bei uns doch einige Männer Thaiboxen als eine Sportart nicht für Frauen ansehen. Besonders, wenn dann noch eine kleine zarte Frau vor ihnen steht und mit Ihnen Sparring machen möchte. Aber wenn ich ihnen dann erkläre, dass ich ihr Trainingspartner bin und sie mich so sehen sollen, geht’s dann meistens gut zu trainieren. Schwerer ist es, wenn ich die Klasse unterrichte und die Männer sich nichts von einer Frau sagen lassen wollen.

# Arbeit im Spital vs. Boxerin: Was sagen deine Kollegen dazu?

Eigentlich durchwegs positive Reaktionen. Sowohl bei den männlichen als auch weiblichen Kollegen.

# Würdest du anderen Frauen raten, mit dem Boxen zu beginnen?

Auf alle Fälle, da ich davon überzeugt bin, dass es nicht nur eine perfekte Sportart ist, um den gesamten Körper zu trainieren, sondern auch, um das Selbstbewusstsein und Kraft für Frauen zu stärken. Außerdem verändert sich einfach das Auftreten Männern gegenüber und nimmt Frauen die Angst weg , wenn man allein unterwegs ist. Gerade heute ist das von großem Vorteil, wenn man sich als Frau selbst verteidigen kann.

# Auf wie vielen Box-Camps warst du schon?

Also 2016 war ich einmal und 2017 war ich zweimal in Thailand im Tiger Muay Thai Camp auf Phuket.

Für 2018 plane ich bereits, wieder hinzufahren. Es ist einfach der ideale Ort, um sich mit Kampfsportkollegen aus der ganzen Welt auszutauschen und von einander zu lernen. Ich kann nur jedem empfehlen, einmal dort hinzufahren oder in ein anderes Camp in Thailand, wenn man Interesse an Kampfsport hat. Diese Camps sind sowohl für Anfänger bis hin zu Profis geeignet.

# Hast du dich schon einmal selbst verteidigt und warst erfolgreich durch deine Box-Fähigkeiten / Würdest du diese benutzen, um dich zu verteidigen?

Ja, musste ich schon. Und ich war sehr froh darüber, dass ich einerseits eine gute Reaktionsfähigkeit habe und andererseits einen starken Ellbogen.

Ich kann es nur noch mal betonen, dass ich es für Frauen enorm wichtig finde, sich selbst verteidigen zu können. Und was gibt es besseres, seinen Körper in Form zu bringen und gleichzeitig auch noch seinen Körper als Waffe einsetzen zu können.

Jänner 2018

Was meint ihr zu Boxen als Hobby? Postet uns ein Kommentar oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Vanessa Licht
Vanessa Licht

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