Mi, 13. Dezember 2017

Flammen wüten

06.12.2017 14:05

Brände in Kalifornien: Zehntausende auf der Flucht

Der US-Bundesstaat Kalifornien kämpft erneut mit verheerenden Buschbränden. Nach Angaben der örtlichen Behörden mussten bis Dienstag Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen, mehr als 150 Gebäude wurden bereits zerstört. Mindestens eine Person kam durch die Feuer ums Leben.

Heftige Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h fachten die Flammen an, die auf die Stadt Ventura im Süden des US-Bundesstaats vorrückten. Die Aussichten, die Brände rasch unter Kontrolle zu bekommen, seien "nicht gut", sagte der Feuerwehrchef von Ventura County, Mark Lorenzen. Das hänge von "Mutter Natur" ab. Mehr als 1000 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die Feuerwehr wies bis Dienstag mehr als 27.000 Menschen an, ihre Häuser zu verlassen. Das bisher einzige registrierte Todesopfer kam laut Lorenzen auf der Flucht vor den Flammen ums Leben, als sein Wagen sich überschlug. Der Gouverneur des Bundesstaates Kalifornien, Jerry Brown, verhängte den Notstand.

Bürgermeister von L.A. ruft Bevölkerung zur Vorsicht auf
Die Flammen fraßen sich durch staubtrockenes Buschland fort. Der Norden des Bezirks Los Angeles lag unter dichtem Rauch. Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf, weil durch Funkenflug jederzeit neue Brände aufflammen und sich kleine Brandherde rasend schnell ausbreiten könnten.

Die Region leidet bereits seit Jahren unter Dürre, was nach Angaben des Feuerwehrchefs die rasante Ausbreitung der Flammen begünstigte. Kalifornien war heuer bereits von verheerenden Bränden heimgesucht worden. Im Oktober kamen bei Flächenbränden in den weiter nördlich gelegenen Weinanbaugebieten mehr als 40 Menschen ums Leben.

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